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Montag, 20 Juli 2020 11:50

Schweden: Herausforderndes zweites Quartal führt zu Verlusten für SJ

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Fotoa SJ.

Nach einem starken Jahresauftakt sind die Einnahmen von SJ infolge der Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Deutlich sichtbar wird dies im zweiten Quartal, dessen Betriebsergebnis sich auf -656 Mio. SEK (-64 Mio. EUR) gegenüber +258 SEK im Jahr zuvor beläuft.

Die Corona-Pandemie führte dazu, dass die Nachfrage nach Zugreisen in Schweden nach einer langen Periode positiver Entwicklung am Ende des ersten Quartals zum Stillstand kam. Der Reiseverkehr ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 77% zurück. SJ hat jedoch weiterhin alle Strecken bedient, jedoch mit weniger Abfahrten angesichts der geringen Nachfrage.

• Der Nettoumsatz belief sich auf 868 Mio. SEK (2.208)
• Das Betriebsergebnis belief sich auf -656 Mio. SEK (258)
• Der Gewinn für das Quartal belief sich auf -489 Mio. SEK (205)

"Dieses Frühjahr war für SJ äußerst schwierig, und wir sahen uns mit einer Situation konfrontiert, in der sich noch nie zuvor jemand befand. Unsere Fahrscheineinnahmen sind drastisch zurückgegangen, und obwohl wir energische Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen haben, konnten sie nicht mit dem Einnahmeverlust Schritt halten. Dennoch fahren wir jetzt so viele Züge wie möglich, um die Nachfrage zu befriedigen und haben die Möglichkeit, die Fahrgäste auf mehrere Abfahrten zu verteilen", sagt Madeleine Raukas, CEO von SJ.

SJ hat im Laufe des Quartals starke Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen. Unter anderem wurde die Zahl der Zuege und Abfahrten auf etwa die Haelfte reduziert. Zudem arbeitete die Haelfte aller Mitarbeiter kurzfristig, nicht betriebsnotwendige Entwicklungsprojekte wurden gestoppt und Beratervertraege gekuendigt.

"Ich denke, dass jeder bei SJ mit Stolz auf den Frühling zurückblicken sollte. Ich möchte mich seitens des Unternehmens bei allen Mitarbeitern und Reisenden bedanken, die Ausdauer, Geduld und Respekt füreinander bewiesen und die Empfehlungen der Behörden wirklich befolgt haben. Es war nicht einfach, den Zugverkehr in den letzten Monaten zu führen, aber wir wissen auch, dass, wenn wir zu normaleren Zeiten zurückkehren, ein großes Interesse an klimaschonenden Zugreisen besteht", sagt Madeleine Raukas.

Die Pünktlichkeit für das zweite Quartal hat sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verbessert. Die Nahverkehrszüge hatten im zweiten Quartal eine Pünktlichkeit von 96% (94 im zweiten Quartal 2019), die Mittelstreckenzüge 95% (92) und die Fernzüge landeten bei 86% (82).

WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle SJ

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