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Freitag, 24 Juli 2020 12:29

Italien: EIB gibt 450 Mio EUR für Regionalzüge

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Fotos EIB, FS Italiane.

Die EU-Bank unterstützt den Investitionsplan der FS Italiane-Gruppe für neue Züge für die Regionalverkehrsabteilung von Trenitalia. Die Züge werden weniger umweltbelastend und effizienter sein, und fast die Hälfte davon wird für Süditalien bestimmt sein.

Dies ist das Ziel eines Finanzierungsbeitrags der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 450 Mio EUR für die FS Italiane (Muttergesellschaft der Verkehrsgesellschaft Trenitalia), das am 23.07.2020 von EIB-Vizepräsident Dario Scannapieco und dem Generaldirektor und Generaldirektor der FS Italiane, Gianfranco Battisti, bekannt gegeben wurde.

150 Mio EUR des Gesamtbetrags wurden bereits durch die Zeichnung einer Unternehmensanleihe im Rahmen des EMTN-Programms der FS (Euro Medium Term Notes), die im Wege einer Privatplatzierung abgeschlossen wurde, bereitgestellt, womit das Engagement der Gruppe für eine nachhaltige Finanzierung bestätigt wird.

Die kürzlich gezeichnete Operation wird den Kauf der ersten 43 bestellten von insgesamt 135 Zügen finanzieren, die durch den Investitionsplan von Trenitalia abgedeckt sind.

Die neuen Züge werden auf internen Strecken in mehreren italienischen Regionen verkehren (u.a. Kalabrien, Latium, Molise, Sardinien, Sizilien, Toskana und Aostatal). Die 135 Hybridtriebzüge werden über drei oder vier Wagen verfügen. Die Gesamtinvestitionen von Trenitalia für diese Art von Zügen belaufen sich auf fast 960 Mio EUR und decken die Erneuerung der Regionalflotten auf Strecken ab, auf denen die Elektrifizierung noch nicht abgeschlossen ist. Die Züge werden mit hochmodernen Motoren für nicht elektrifizierte Strecken, mit einem Stromabnehmer für elektrifizierte Strecken und mit Batterien für die letzte Meile der nicht elektrifizierten Strecken ausgestattet, wodurch der Kraftstoffverbrauch und die damit verbundenen Emissionen in der Nähe von Stadtzentren vermieden werden.

Für die EIB steht diese Operation völlig in Einklang mit ihrem neuen Status als Klimabank, deren Ziel es ist, zwischen 2020 und 2030 neue Investitionen in Höhe von 1.000 Mrd. Euro zur Bekämpfung des Klimawandels in allen Wirtschaftssektoren zu mobilisieren.

Für die FS Italiane erweitert diese Transaktion die Palette der Finanzierungsinstrumente, die die Gruppe seit 2017 einsetzt und die ab diesem Jahr nicht nur öffentliche grüne Anleihen, sondern auch Darlehen und Privatplatzierungen umfasst, die auf ESG-Grundsätzen (Finanzierung nachhaltigen Wachstums) beruhen und zur Finanzierung von Projekten mit geringeren Umweltauswirkungen bestimmt sind, die den Schienenverkehr fördern.

"Wir arbeiten seit langem mit der Ferrovie dello Stato-Gruppe zusammen - in den letzten Jahrzehnten war die EIB beispielsweise der Hauptfinanzierer der Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen Neapel und Mailand. Diese Partnerschaft wurde in den letzten Jahrzehnten fortgesetzt und wird nun mit einer Operation erneuert, die es Millionen von Fahrgästen ermöglicht, in Einklang mit den Zielen der EIB als Klimabank in neuen Zügen zu reisen, die deutlich weniger umweltschädlich sind als in der Vergangenheit", sagte EIB-Vizepräsident Dario Scannapieco.

"Mit dieser umfangreichen Finanzierung setzen wir unseren Investitionsplan zur Erneuerung der Regionalzugflotte fort, die in ihrer jetzigen Form nach wie vor zu unseren obersten Prioritäten gehört", betonte Gianfranco Battisti, Chief Executive Officer und Generaldirektor der FS Italiane Group. "Die neuen Züge werden umweltverträglich sein und einen sehr hohen Standard aufweisen, was einen weiteren Schritt nach vorn bei der Veränderung der Reisegewohnheiten der Pendler in Italien ermöglicht. Wir erwarten auch, dass die Erneuerung der Regionalflotte von Trenitalia es ermöglichen wird, den CO2-Ausstoss um 600 Millionen Tonnen pro Jahr zu reduzieren und 400 000 Autos von den italienischen Strassen zu entfernen".

WKZ, Quelle EIB

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Letzte Änderung am Freitag, 24 Juli 2020 13:08

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