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Montag, 06 November 2017 13:20

Norwegen: Hector Rail in Schwierigkeiten mit der Eisenbahnagentur SJT

Die norwegische Eisenbahnagentur SJT (Statens jernbanetilsyn) hat bei Hector Rail ein Audit durchgeführt, ernshafte Fehler festgestellt, und mit der Rücknahme der Verkehrslizenz in Norwegen gedroht. Das berichtet das normalerweise immer gut informierte schwedische Lokführerforum Lokforaren.

Bereits in zwei Wochen, am 18. November, könnte Hector Rail Probleme bekommen, wenn es dem Unternehmen nicht gelingt, der SJT zu belegen, dass das Unternehmen an den verschiedenen Terminals in Norwegen Sicherheitskontrollen durchgeführt hat. In der Erklärung, die die norwegische Eisenbahninspektion verlangt, sollte auch genau angegeben werden, wer für Sicherheitskontrollen verantwortlich ist, wenn sie nicht von Hector selbst durchgeführt werden, und welche Verfahren dafür angewandt werden.

SJT hat auch Kritik an der Dokumentation, Organisation und Schulung von Lokführern geübt. Die Bahnaufsichtsbehörde stellt außerdem fest, dass Hector Rail während einer langen Zeit mit Veränderungsprozessen seitens der Regierung mit unklaren Zuständigkeiten und sich ändernden Vorschriften zu kämpfen hatte, was bedeutet, dass Vorschriften von Sicherheitsbedeutung in verschiedenen Bereichen nicht angewendet wurden.

Die Aktivitäten von Hector Rail in Norwegen sind relativ umfangreich. Die Firma führt täglich drei Holzzüge nach Stora Enso, Grums und Skoghall. Der Verkehr soll 2018 ausgebaut werden. Vor kurzem wurde auch eine direkte Verbindung vom italienischen Parma nach Rolvsöy in Norwegen gestartet.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Lokforaren

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