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Mittwoch, 05 August 2020 09:00

Russland: Bahnhofsgebäude Ivanovo neu eröffnet

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Fotos RŽD.

Am 30. Juli eröffneten Oleg Belozërov, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Russischen Eisenbahnen RŽD, und Stanislav Voskresenskij, Gouverneur der Region Ivanovo, nach einem umfangreichen Umbau den Bahnhof in Ivanovo, rund 250 km nordöstlich von Moskau gelegen.

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"Der Bahnhof von Ivanovo ist einzigartig: der siebtgrößte in Russland, der größte Bahnhof an der Nordeisenbahn und der größte der Bahnhöfe mit Denkmälern des Konstruktivismus. Ich möchte besondere Worte der Dankbarkeit an das gesamte Team der Russischen Eisenbahnen für die Aufnahme dieses komplexen Projekts richten, die versucht haben, so weit wie möglich die Idee der Architekten des Konstruktivismus aus den 30er Jahren umzusetzen", sagte Stanislav Voskresenskij.

"Für uns ist es wichtig, dass die Fahrgäste, die mit der Bahn reisen, das Gefühl haben, dass sich die Verkehrsinfrastruktur zum Besseren verändert. Der Bahnhof von Ivanovo ist ein gutes Beispiel für diese Veränderungen. Unsere Hauptaufgabe während des Wiederaufbaus bestand darin, alles Beste und Neue einzuführen und dabei die architektonischen Elemente zu erhalten. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der Bahnhof technologisch und bequem für alle Bürger, auch für solche mit geringer Mobilität, zugänglich. Ich hoffe, dass die Bewohner und Gäste der Region Iwanowo unsere Arbeit zu schätzen wissen werden", sagte Oleg Belozërov.

Der Bahnhofskomplex Ivanovo mit einer Fläche von mehr als 9 Tausend Quadratmetern ist ein Denkmal der Architektur der konstruktivistischen Ära. Es kann bis zu 700 Personen gleichzeitig aufnehmen. Die Investitionen in den Wiederaufbau beliefen sich auf mehr als 1,2 Mrd. RUB (14 Mio. EUR).

Im Laufe des Projekts wurden die tragenden Wände des Gebäudes verstärkt, Dachplatten ersetzt, das Fundament verstärkt, die Fassade renoviert und alle internen Räumlichkeiten neu gestaltet und instand gesetzt. Auch die Sicherheits- und Feuerlöschsysteme, das Alarm- und Evakuierungsmanagement, alle technischen Netzwerke, einschließlich Wärme- und Stromversorgung, Heizung, Lüftung und Wasserversorgung, wurden modernisiert. Die Ausrüstung wurde durch moderne energiesparende Geräte ersetzt. Basierend auf den Erfahrungen aus dem Betrieb ähnlicher Technologien an anderen Stationen wurde ein ressourcenschonender Effekt von 20% festgestellt.

Auch die Technologie des Personenverkehrs hat sich geändert. Fahrgäste können nun im blauen Saal Zug- (Vorort- und Fernverkehr) und Busfahrkarten kaufen, sich im renovierten Wartezimmer auf bequemen Bänken aus Natureiche entspannen und in den hier ansässigen Gastronomiebetrieben einen Imbiss zu sich nehmen. Der Saal ist mit zusätzlicher Beleuchtung, Steckdosen und USB-Anschlüssen zum Aufladen von Geräten ausgestattet.

Der "Rote" Saal soll als Raum für kulturelle und öffentliche Veranstaltungen genutzt werden.

Auf der Station ist ein drahtloser Internetzugang vorhanden, ein modernes Informations- und Navigationssystem wurde entwickelt.

Während des Wiederaufbaus wurde den Fragen der Zugänglichkeit der Infrastruktur für Bevölkerungsgruppen mit geringer Mobilität besondere Aufmerksamkeit geschenkt, z.B. wurden reduzierte Kassenfenster angebracht, Induktionsgeräte und Gedächtnisstützen für sehbehinderte Bürger installiert, Badezimmer und ein langer Toilettenraum angepasst. Darüber hinaus ist der Bahnhofskomplex mit Rampen und Aufzügen ausgestattet.

Im Zuge der Bau- und Installationsarbeiten wurden die Bahnsteige komplett rekonstruiert: neue Pflaster- und Haptikplatten wurden verlegt, Vordächer, energiesparende Beleuchtungssysteme und neue elektronische Tafeln mit Informationen über den Zugverkehr installiert. Darüber hinaus wurde ein unterirdischer Fußgängergang vom Ein- und Ausgang des Bahnhofsgebäudes zum Bahnsteig 2 gebaut. Er ist mit Rampen und Aufzügen ausgestattet, so dass alle Fahrgäste vom Bahnhof aus ungehindert direkt zu den Zügen gelangen können.

Eine der Aufgaben, vor denen die Eisenbahner bei den Arbeiten standen, war die Erhaltung des historischen Erscheinungsbildes des Bahnhofs, eines 1934 nach einem Entwurf des Architekten V. M. Kaverinsky errichteten Architekturdenkmals. So wurden die dekorativen Elemente der Säle, die Mosaiktafel, das Deckengemälde, der dekorative Fries und andere Elemente der Station, die in der Liste der Objekte des Kulturerbes aufgeführt sind, restauriert.

WKZ, Quelle RŽD

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