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Donnerstag, 06 August 2020 12:52

Österreich: Im Vorjahr legten Österreichs Regionalbahnen erneut an Fahrgästen zu

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Fotos VCÖ, GK.

Mit Österreichs Regionalbahnen waren im Vorjahr 38,6 Millionen Fahrgäste unterwegs, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Damit haben die kleineren Bahnen die Zahl ihrer Fahrgäste erneut gesteigert, um rund 800.000. Insgesamt verzeichnete Österreich im Jahr 2019 mit 316,4 Millionen einen neuen Rekord an Bahn-Fahrgästen. Infolge von Covid-19 sind heuer deutlich weniger Personen in den Zügen unterwegs.

Da die Klimaziele nur mit einer starken Zunahme des Bahnverkehrs zu erreichen sind, ist jetzt der Ausbau des Schienennetzes voranzutreiben, um in Zukunft ausreichend Kapazitäten zu haben, betont der VCÖ.

In Österreich wurde im Vorjahr erneut mehr Bahn gefahren, auch auf den kleineren Bahnen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Die Zahl der Fahrgäste auf den 19 Regionalbahnen, die nicht zur ÖBB zählen, nahm im Vorjahr um rund 800.000 auf 38,6 Millionen Fahrgäste zu.

Spitzenreiter bei den kleinen Regionalbahnen, die nicht zur ÖBB gehören, ist die Badener Bahn (13,4 Millionen Fahrgäste), dahinter folgen die Graz-Köflacher-Bahn (6,29 Millionen Fahrgäste), die Salzburger Lokalbahn (4,97 Millionen Fahrgäste), die Zillertalbahn (2,87 Millionen) und die Linzer Lokalbahn (2,02 Millionen Fahrgäste), berichtet der VCÖ.

Mehr als eine Million Fahrgäste zählten auch die Stubaitalbahn, die Montafonerbahn, die Raaberbahn und erstmals auch die Pinzgauer Lokalbahn. 14 Bahnen verzeichneten im Vorjahr einen Fahrgastzuwachs.

„Mit 316,4 Millionen Fahrgästen, die in den ÖBB, der WESTbahn und in den 19 privaten Regionalbahnen unterwegs waren, gab es im Vorjahr einen neuen Fahrgastrekord“, macht VCÖ-Experte Michael Schwendinger aufmerksam. Seit dem Jahr 2010 ist die Zahl der Bahnpassagiere in Österreich um 74,3 Millionen gestiegen, das ist ein Plus von 30,7 Prozent.

Infolge der Covid-19-Pandemie ist heuer die Zahl der Fahrgäste stark zurückgegangen. Einerseits fanden viele Fahrten nicht statt. Deutlich weniger Touristinnen und Touristen aus dem Ausland, weniger Pendlerinnen und Pendler durch Kurzarbeit und vermehrtes Home-Office sowie vor den Ferien viel weniger Studierende, Schülerinnen und Schüler durch Home-Schooling. Während es vor Covid-19 zu Spitzenzeiten meist überfüllte Züge gab, haben Fahrgäste derzeit in der Regel eine Sitzplatzgarantie. „Überfüllte Züge sollte es auch in Zukunft nicht mehr geben. Aber nicht, weil Fahrgäste ausbleiben, sondern weil es häufigere Verbindungen gibt. Deshalb ist es wichtig, jetzt den Ausbau der Schiene voranzutreiben, damit es künftig im Schienennetz keine Engpässe gibt“, betont VCÖ-Experte Schwendinger. Denn die Klimaziele sind nur erreichbar, wenn mehr Personen vom Auto auf die Bahn umsteigen.

In den vergangenen Wochen ist aber umgekehrt ein Teil der Fahrgäste auf das Auto umgestiegen. Diese Fahrgäste können die Verkehrsunternehmen wiedergewinnen, wenn Ängste vor einer möglichen Ansteckung genommen werden. Die für Österreich vorliegenden Studien zeigen kein erhöhtes Infektionsrisiko für den Öffentlichen Verkehr. Im Gegensatz zu anderen öffentlich zugänglichen Räumen, wie etwa Lokalen, sorgt in öffentlichen Verkehrsmitteln, die Maskenpflicht für mehr Sicherheit.

Auf die aus Gesundheitssicht vielfältigen negativen Folgen des Umstiegs vom Öffentlichen Verkehr auf das Auto hat unter anderem auch der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der Med Uni Wien bereits hingewiesen. So nehmen dadurch die gesundheitsschädliche Lärm- und Abgasbelastung zu. Die eigene Gesundheit ist zudem durch das beim Autofahren im Vergleich zur Bahn deutlich erhöhte Unfallrisiko gefährdet.

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• Wiener Lokalbahn „Badener Bahn“: 13,4 Millionen Fahrgäste (plus 700.000 Fahrgäste)
• Graz-Köflacher-Bahn: 6,29 Millionen (plus 153.800)
• Salzburger Lokalbahn: 4,97 Millionen (plus 19.000)
• Zillertalbahn: 2,87 Millionen (plus 2.000
• Linzer Lokalbahn: 2,02 Millionen (plus 8.600)
• Stubaitalbahn: 1,39 Millionen (minus 29.800)
• Montafonerbahn: 1,14 Millionen (keine Daten für 2018)
• Raaberbahn: 1,05 Millionen (plus 29.600)
• Pinzgauer Lokalbahn: 1,003 Millionen (plus 102.400)
• Neusiedler Seebahn: 840.000 (plus 38.000)
• Weizer Bahn: 834.200 (plus 29.700)
• Traunseetram: 732.600 (plus 44.800)
• Mariazellerbahn: 579.000 (plus 39.000)
• Murtalbahn: 540.700 (minus 13.900)
• Attergaubahn: 261.900 (minus 22.400)
• Übelbacher Bahn: 240.400 (plus 4.500)
• City Bahn Waidhofen: 202.000 (plus 2.000)
• Vorchdorferbahn: 194.000 (keine Änderung)
• Gleichenberger Bahn: 53.600 (minus 1.400)

Pressemeldung VCÖ 2020, Quelle  Bahnunternehmen, Schienen Control, VCÖ 2020

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Letzte Änderung am Donnerstag, 06 August 2020 13:56

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