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Mittwoch, 12 August 2020 09:00

Belgien: Benoît Gilson tritt die Nachfolge von Luc Lallemand bei Infrabel an

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François Bellot und Benoît Gilson. Foto Infrabel.

Der belgische Mobilitätsminister François Bellot freut sich über die Ernennung des neuen CEO Benoît Gilson von Infrabel. Der Minister unterstreicht, dass die Regierung ihre Wahl auf der Grundlage der Auswahl durch eine sehr erfahrene Personalagentur getroffen hat. Aus einer Vielzahl belgischer und internationaler Profile war eine Auswahlliste mit 3 Namen erstellt worden. Benoît Gilson wurde durch das Kern (Ministerrat) ausgewählt.

Aus rund 20 Namensvorschlägen hat ein Headhunter drei auserwählt: Benoît Gilson, ehemaliger Journalist und Strategiedirektor bei Infrabel, Laurent Jossart, ehemaliger Mitarbeiter von Luxair und ehemaliger Direktor des Flughafens Charleroi und schließlich Michaël Vanloubbeeck, Finanzdirektor der Société fédérale de participation et d'investissement (SFPI) und ehemaliger Kabinettschef von François Bellot.

In einem politischen Tauziehen innerhalb der französischsprachigen, liberalen Partei Mouvement Réformateur (MR), der auch François Bellot angehört, wurde schließlich Benoît Gilson ausgewählt. Herr Gilson wird mit voller Funktionsfähigkeit das Amt des CEO übernehmen, jedoch nur vorübergehend. Es obliegt der nächsten Regierung, den CEO von Infrabel für eine volle Amtszeit von 5 Jahren zu ernennen.

"Herr Gilson beherrscht den belgischen Eisenbahnsektor sehr gut und kennt die Einsätze und Herausforderungen, denen sich die belgischen Eisenbahnen in naher Zukunft stellen müssen", bestätigt Minister Bellot. "Da er selbst viele Jahre im Eisenbahnsektor gearbeitet hat, bringt er Kompetenzen zusammen, die für eine gute Führung des Unternehmens, das für die Eisenbahninfrastruktur unseres Landes verantwortlich ist, unerlässlich sind", so der Bundesminister für Mobilität.

Neben der Sicherheit, die nach wie vor die oberste Priorität des CEO ist, gehören zu den Prioritäten die Festlegung strategischer Ziele und die proaktive Beteiligung an den Zielen der Intermodalität und der Verbesserung der Mobilität in Belgien, die ruhige und produktive Zusammenarbeit mit den Bahnbetreibern im Personen- und Güterverkehr, um einen Mehrwert für die Mobilität zu schaffen, und schließlich die Gewährleistung der täglichen Leitung des Unternehmens mit besonderem Schwerpunkt auf der optimalen Verfügbarkeit des Netzes, seiner Modernisierung und der Planung der Arbeiten.

Nach dem Ausscheiden von Luc Lallemand bei Infrabel und dessen Übergang an die Spitze von SNCF Réseau im Februar 2020 hatte der Verwaltungsrat von Infrabel die damalige Verkehrschefin Ann Billiau bis zur Ernennung eines Ersatzes für Luc Lallemand durch den Ministerrat ad interim zum CEO ernannt. Kürzlich hatte Frau Billiau den Wunsch geäußert, bis spätestens 31. Juli 2020 aus dieser Funktion auszuscheiden. Es war daher unerlässlich, so schnell wie möglich eine Auswahl aus der vom Auswahlbüro erstellten Auswahlliste treffen zu können, um die im Interesse des Unternehmens unerlässliche Kontinuität zu gewährleisten.

Minister Bellot möchte Ann Billiau für die Art und Weise danken, in der sie in diesen wenigen Monaten unter den aussergewöhnlichen Bedingungen, die das Land aufgrund der COVID-Krise erlebt hat, den Übergang sichergestellt hat.

Der Bundesminister dankt auch Luc Lallemand für die Arbeit, die er seit 2005 bei Infrabel geleistet hat. "Luc Lallemand ist ein Mann der Rekorde, der es geschafft hat, Infrabel auf den Weg der Modernisierung, Digitalisierung und Innovation zu bringen. Sein Wechsel an die Spitze von SNCF Réseau ist eine klare Anerkennung der Aktionen, die innerhalb von Infrabel initiiert und durchgeführt wurden. Wir wünschen ihm für diese neue Herausforderung alles Gute", fügte der Bundesminister für Mobilität hinzu.

"Als neuer CEO von Infrabel wird Herr Gilson die schwierige Aufgabe haben, die Fackel in die Hand zu nehmen, eine langfristige Vision für Infrabel aufzustellen und umzusetzen. Dies wird eine besondere Herausforderung sein, zumal es unter besonderen Bedingungen stattfinden wird", sagt F. Bellot. "Die Auswirkungen dieser Krise und die operativen und finanziellen Herausforderungen, die unser Land und die Eisenbahngesellschaften in den kommenden Monaten und Jahren erwarten, werden diese Aufgabe umso einzigartiger machen. Aber ich zweifle nicht daran, dass Herr Gilson mit seiner Erfahrung und seinen Fähigkeiten in der Lage sein wird, auf diese Herausforderungen wirksam zu reagieren", schloss der Bundesminister für Mobilität.

WKZ, Quelle Ministre de la Mobilité, Le Soir

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Letzte Änderung am Mittwoch, 12 August 2020 09:29

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