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Mittwoch, 08 November 2017 16:45

Dänemark: DSB-Zwischenbilanz mit weniger Passagieren, aber mehr Ertrag

Ringsted Kobenhavn Gleisbau

Derzeit wird die Neubaustrecke Kopenhagen-Ringsted fertiggestellt. Probleme mit dem Signalsystem deuten darauf hin, dass die für 250 km/h konzipierte Strecke nur eingeschränkt ab Dezember 2018 in Betrieb genommen werden kann.

Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) haben in den ersten neun Monaten des Jahres ihren Ertrag ohne einmalige Sondereinnahmen auf 397 Millionen Kronen steigern können. Das ist gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 ein Plus von 58 Millionen Kronen. Vor dem Hintergrund ist es interessant, dass im ersten Dreivierteljahr 2017 im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2016 die Zahl der beförderten Reisenden um zwei Prozent auf knapp 139 Millionen zurückgegangen ist.

Der Ertrag konnte vor allem aufgrund von Einsparungen im Betriebshaushalt erhöht werden. 2016 hatten hohe Abschreibungen im Bereich des Fahrzeugsparks, vor allem bei den IC4- und IC2-Triebwagen, die Bilanz belastet.

Nicht zufrieden ist man weiter mit der Pünktlichkeit der eigenen Züge, was allerdings vor allem durch Bauarbeiten begründet wird.

In der Mitteilung der DSB zur Neun-Monats-Bilanz wird über zunehmende Konkurrenz durch Busse hingewiesen. Die bevorstehende Senkung der Maut der Straßenbrücke über den Großen Belt um 25 Prozent stelle eine weitere Herausforderung dar.

Die DSB teilen mit, dass die Beschaffung neuer elektrischer Züge planmäßig vorbereitet werde. Man sei dabei abhängig vom Ausbau der Infrastruktur durch die Bahnbehörde Banedanmark. Nicht erwähnt wird die künftige Rolle der Neubaustrecke Kopenhagen - RinGsted, die eigentlich ab Ende 2018 Entlastung im Streckennetz westlich von Kopenhagen geben sollte. 

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