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Montag, 07 September 2020 07:10

Estland: Erste künstliche Insel für den Eisenbahntunnel Tallinn - Helsinki in Planung

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Foto Finest Bay Area Development.

Das Tallinner Tunnelunternehmen Finest Bay Area Development des Geschäftsmannes Peter Vesterbacka leitet die Planungsarbeiten für den Bau einer schwimmenden künstlichen Insel über dem geplanten Eisenbahntunnel zwischen Tallinn (Estland) und Helsinki (Finnland) ein.

Laut Kustaa Valtonen, Vorstandsvorsitzender der Tunnelgesellschaft, würde die künstliche Insel keinen Zwischenbahnhof für den Zugverkehr haben, aber die künstliche Insel wird u.a. für den Bau von Wartungsarbeiten, Notausgängen und Belüftungswegen benötigt. Wie die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Yle berichtet, würde die künstliche Insel 10-15 Kilometer nördlich von Tallinn gebaut werden. Geplant sind Wohnungen für einige 1000 Menschen sowie ein Unterhaltungs- und Ausbildungszentrum. Nach Angaben des Unternehmens lautet der Arbeitstitel der schwimmenden künstlichen Insel Green Float Tallinn.

Shimizu Corporation, ein japanisches Unternehmen, und Blue 21, ein niederländisches Unternehmen, die beide auf schwimmende Strukturen spezialisiert sind, wurden als Partner für die Gestaltung der künstlichen Insel ausgewählt.

Ob das Tunnelprojekt gebaut werden kann, bleibt aber fraglich. Der estnische Minister für öffentliche Verwaltung, Jaak Aab, sprach sich Ende Juli gegen das Projekt aus. Er äußerte Bedenken bezüglich der Sicherheit und der zu hoch gesetzten Passagier- und Frachtaufkommen. Ihm zufolge könnte der Tunnel nur innerhalb einer gemeinsamen finnisch-estnischen Projektplanung gebaut werden.

WKZ, Quelle Yle

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Letzte Änderung am Sonntag, 06 September 2020 16:20

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