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Freitag, 11 September 2020 07:05

Ukraine: Deutsch-Ukrainisches Konsortium erhält Auftrag für 10 neue Straßenbahnen für L'viv

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Fotos L'vivelectrotrans.

Am 2. September 2020 wurde ein Vertrag mit dem Gewinner der Ausschreibung für die Lieferung von 10 neuen Niederflur-Straßenbahnen an die Stadt L'viv unterzeichnet. Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt L'viv ein Darlehen von 12 Mio. EUR für die Anschaffung moderner Straßenbahnen zur Verfügung. Die Stadt wird zusätzlich 8,8 Mio. EUR finanzieren.

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Die neuen Straßenbahnen werden nicht nur den Bewegungskomfort für mehr als 724 Tausend Stadtbewohner erhöhen, sondern auch den Übergang zu einem energieeffizienteren und umweltfreundlicheren Verkehr beschleunigen. Das Darlehen ist Teil des von der EU geförderten Projekts "Urban Public Transport of Ukraine", das auf die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur in ukrainischen Städten abzielt.

Im Jahr 2016 wurden Kreditmittel für 20 m lange dreiteilige Straßenbahnwagen reserviert, aber nach der Schaffung einer neuen Verkehrsstrategie der Stadt wurde beschlossen, 29-33 m lange mehrteilige Straßenbahnwagen zu kaufen. Nach der Ausschreibung für die Wahl des Straßenbahnlieferanten (2020/S 175-421642) gewann das Konsortium aus dem ukrainisch-deutschen Gemeinschaftsunternehmen "Elektrontrans" (Electron/TransTec F&E Vetschau UG/Avtotehnoproekt) und "ElektronMaš". Diese Unternehmen sollen der Stadt 10 mehrteilige Niederflurstraßenbahnen mit einer Länge von 30,2 Metern liefern. Breite Türen und niedrige Etagenhöhe der Straßenbahnwagen werden das Ein- und Aussteigen der Fahrgäste beschleunigen, insbesondere - Fahrgäste mit Kindern und Menschen mit Behinderungen.

"Das EIB-Darlehen für neue Straßenbahnen in L'viv wird die Entwicklung eines umweltfreundlichen und nachhaltigen Verkehrs fördern. Als Vertreter der klimaorientierten Bank der EU sind wir davon überzeugt, dass ein gut funktionierendes Straßenbahnnetz einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung des Pkw-Verkehrs und damit zur Verringerung der Umweltverschmutzung und zur Eindämmung des Klimawandels leisten kann", sagte Jean-Eric de Zagon, Leiter der Europäischen Investitionsbank in der Ukraine.

Die Europäische Investitionsbank ist seit 2007 ein Partner der Ukraine bei der Finanzierung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur. Das EIB-Projekt "Öffentlicher Verkehr der Ukraine" ist ein Rahmendarlehen von 200 Mio. EUR zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs in 11 Städten der Ukraine. Die von der EU finanzierte technische Hilfe im Rahmen dieses Projekts unterstützt das Infrastrukturministerium und die beteiligten Städte bei der Umstrukturierung und Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs in der Ukraine und fördert die allmähliche Annäherung an technische Standards, die den derzeitigen EU-Standards entsprechen würden.

"Die Straßenbahn ist eines der umweltfreundlichsten und energieeffizientesten öffentlichen Verkehrsmittel. Dank dieses Projekts versuchen wir, den Anteil des Schienenverkehrs und der Trolleybusse schrittweise zu erhöhen und so die Emissionen in den Städten zu verringern. Nachhaltiger und ökologischer Verkehr ist eine der Prioritäten des Europäischen Green Deals, und die Ukraine ist bestrebt, den europäischen Standards in dieser Frage so nahe wie möglich zu kommen", sagte Natalija Forsjuk, stellvertretende Infrastrukturministerin der Ukraine.

"L'viv ist eine Stadt, die in der Ukraine seit vielen Jahren ein Vorbild für die Erneuerung des Verkehrs ist. Und hier haben wir eine klare Position - es sind Elektrofahrzeuge, die dominieren sollten. Zunächst einmal ist es eine Frage der Ökologie, denn 30% aller Krankheiten in der Welt - rühren von schlechter Luftqualität her. Und zweitens - es ist finanziell rentabel. Darüber hinaus tragen Niederflur-Straßenbahnen und Trolleybusse, die hier in L'viv hergestellt werden, zur komfortablen Fortbewegung der Stadt für alle ihre Bewohner bei, auch für diejenigen mit eingeschränkter Mobilität. Wir danken unserem langjährigen Partner, der Europäischen Investitionsbank, für ihre Zusammenarbeit und Unterstützung", sagte der Bürgermeister von L'viv, Andrìj Sadovij.

"Die Anschaffung neuer Niederflur-Straßenbahnwagen ist eine der beiden Hauptmöglichkeiten zur Erneuerung der Straßenbahnflotte in L'viv. Unseren Plänen zufolge sollten wir bis Ende 2025 die Straßenbahnflotte vollständig aufrüsten und modernisieren, d.h. - 10 neue 5-teilige Straßenbahnen anschaffen und bis zu 50 alte Tatra KT4-SU überholen und aufrüsten, und damit die Qualität des öffentlichen Verkehrs erheblich verändern, um allen unseren Fahrgästen, auch Personen mit eingeschränkter Mobilität, eine komfortable Beförderung zu bieten. Wir werden dabei von der Europäischen Investitionsbank, mit der wir diese Projekte umsetzen, verstanden und unterstützt", sagte Andrìj Sviŝo, Direktor des Lwiwer Versorgungsunternehmens L'vivelectrotrans.

WKZ, Quelle L'vivelectrotrans, EU-Amtsblatt

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