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Freitag, 11 September 2020 11:47

Österreich: Wasserstoffzug "Coradia iLint" erstmals im Fahrgastbetrieb

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Fotos ÖBB.

Für eine klimafreundliche Mobilität der Zukunft führt an alternativen Antriebstechnologien kein Weg vorbei: Im Pionierprojekt Wasserstoffzug testen die ÖBB deshalb einen Wasserstofftriebzug des Herstellers Alstom im regulären Fahrgastbetrieb. Bewähren muss sich der Zug vor allem auf Nebenbahnen, die nicht für eine Elektrifizierung vorgesehen sind.

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Der Wasserstoffzug ist ab 12. September im südlichen Niederösterreich auf der inneren und äußeren Aspangbahn sowie auf der Strecke zwischen Wiener Neustadt und Puchberg bzw. Gutenstein unterwegs. Der Test ist bis zumindest Ende November 2020 vorgesehen.

Die Fahrgäste profitieren im Probebetrieb neben einer sicheren auch von einer sauberen Technologie: Im Gegensatz zu einem Dieseltriebzug entstehen beim Betrieb des Wasserstoffzugs keine lokalen CO₂ Emissionen. Zudem ist der Wasserstoffzug im Betrieb deutlich leiser als die sonst auf den Strecken verkehrenden Dieseltriebzüge. Alleine im Probebetrieb können rund 60 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Bewährungsprobe auf geographisch anspruchsvollen Strecken

Bisher waren Wasserstoffzüge vor allem auf flachen Strecken in Norddeutschland und den Niederlanden im Einsatz. Durch den Test auf geographisch anspruchsvollen, alpinen Strecken im Süden von Niederösterreich wird der Wasserstoffzug nun erstmals so richtig auf Herz und Nieren geprüft.

Neben dem Einsatz im Fahrgastbetrieb wurde für den Zeitraum der Testphase auch eine mobile Wasserstoff-Tankstelle auf dem ÖBB Betriebsgelände in Wiener Neustadt errichtet - die ÖBB testen somit ein Komplettsystem inklusive Fahrzeuginstandhaltung und Wasserstoffversorgung.

Unterstützt wird das Projekt vom Klima- und Energiefonds, die VERBUND AG übernimmt die Grünzertifizierung des verwendeten Wasserstoffs. Durch die Kooperation mit den wissenschaftlichen Partnern Shift2Rail Joint Undertaking, AIT Austrian Institute of Technology und HyCentA wird die Wasserstofftechnologie zudem aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln betrachtet, um auch zukünftige Forschungs- und Entwicklungsbedarfe darzustellen.

Pressemeldung ÖBB

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