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Dienstag, 15 September 2020 10:05

Schweden: Regierung beschließt diverse Maßnahmen zur Stärkung des Schienenverkehr

Die schwedische Regierung hat am 14.09.2020 neben der Kapitalerhöhung für den Güterzugbetreiber Green Cargo eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung des Schienenverkehrs beschlossen. Der Vorschläge der Regierung basieren auf einer Vereinbarung zwischen den Regierungsparteien, der Zentrumspartei und den Liberalen.

Die Vorschläge umfassen:

Instandhaltung der staatlichen Bahninfrastruktur im ganzen Land

Die Regierung schlägt eine jährliche Investition von 500 Mio. SEK (48 Mio. EUR) zwischen 2021 und 2023 für die Instandhaltung der staatlichen Bahninfrastruktur im ganzen Land vor. Der Vorschlag wird die Zuverlässigkeit und die Möglichkeiten der Eisenbahn für einen klimafreundlichen Transport von Gütern und Personen stärken. 

Viele Jahre unzureichender Investitionen haben ihre Spuren hinterlassen. Das schwedische Eisenbahnnetz muss dringend repariert und modernisiert werden. Die Regierung hat daher ihre Ressourcen für die Instandhaltung erheblich aufgestockt. Der Vorschlag bedeutet, dass die schwedische Verkehrsverwaltung Trafikverket die Möglichkeit haben wird, Wartungsmaßnahmen vorzuschlagen und zu erweitern.

Verlängerung der Kompensation für mehr Güterverkehr auf der Schiene

Um weiterhin zu einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene beizutragen, schlägt die Regierung vor, die Umweltkompensation zu verlängern und weiterzuentwickeln. Dies bedeutet, dass zwischen 2021 und 2025 jährlich 400 Mio. SEK (38,4 Mio. EUR) bereitgestellt werden.

Die Regierung hatte eine Umweltkompensation eingeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn zu stärken und mehr Menschen dazu zu bringen, den Zug für den Warenversand zu wählen. Um weiterhin zu einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene beizutragen, wird nun vorgeschlagen, die Umweltkompensation zu erweitern und weiterzuentwickeln. 

Die Regierung überprüft derzeit die Gestaltung des Umweltausgleichs mit dem Ziel, ihn angemessener zu gestalten, damit er zu einer echten weiteren Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene beiträgt. Dies bezieht sich insbesondere auf eine genauere Verteilung der Unterstützung für genau diejenigen Schienentransporte, bei denen es konkurrierende Verkehrsträger gibt, die umweltschädlicher sind, aber nicht die gleichen Kosten verursachen.

Die Beihilfe wird sich voraussichtlich im Preis der Gütertransportunternehmen niederschlagen. Dies bedeutet in der Regel ein beibehaltenes Preisniveau oder Preiserhöhungen, die niedriger sind als sonst oder niedrigere Preise für Transportkäufer. Der Umweltausgleich ist Teil der Umsetzung der nationalen Güterverkehrsstrategie mit effizienten, leistungsfähigen und nachhaltigen Güterverkehrsmitteln, die zu Beschäftigung und Beschäftigung beitragen.

Bessere mobile Verbindung in den Zügen

Um mit dem Klimawandel fertig zu werden, müssen mehr Menschen klimafreundlich reisen. Es muss attraktiv sein, den Zug zu wählen. Ein entscheidender Faktor dafür ist der Zugang zu einer guten mobilen Verbindung. Die Regierung schlägt daher eine Investition von 25 Mio. SEK (2,4 Mio. EUR) pro Jahr im Zeitraum 2021-2022 vor, um die mobile Verbindung in Fernzügen zu verbessern.

Corona-Entschädigung für den öffentlichen Verkehr

Da die Anzahl der Reisen infolge der Coronapandemie zurückging, gingen auch die Ticketeinnahmen zurück. Die Regierung schlägt daher vor, die regionalen öffentlichen Verkehrsbehörden im Jahr 2021 gezielt mit 2 Mrd. SEK (190 Mio. EUR) zu unterstützen, um die durch den Ausbruch des Coronavirus verursachten geringeren Ticketeinnahmen auszugleichen. Im Jahr 2020 wurden 3 Mrd. SEK (290 Mio. EUR) für denselben Zweck bereitgestellt. Die schwedische Verkehrsverwaltung Trafikverket hat die Aufgabe, die Anträge auf Entschädigung zu prüfen.

WKZ, Bengt Dahlberg, Rüdiger Lüders, Quelle Regierung

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Letzte Änderung am Dienstag, 15 September 2020 10:10

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