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Freitag, 18 September 2020 12:00

Polen: Wolsztyn in August

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Plandampf in Polen bedeutet heutzutage kurze Züge, die auf die erwartete Zahl von Fahrgästen zugeschnitten sind; das im Gegensatz zu den oft langen und gut aussehenden Fotozügen. Wahrscheinlich befindet sich in Wolsztyn nach wie vor das einzige Bw der Welt, von wo aus täglich planmäßige regelspurige Dampfzüge fahren.

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In dem Fahrplan, der am 31. August ablief, verkehrten von Montag bis Freitag zwei Zugpaare von Wolsztyn nach Leszno und an Samstagen nach Poznań. Da es Gerüchte gab, dass es danach mit dem Dampf dort vorbei sein würde, habe ich die Strecke vom 24. bis 26. August mal wieder besucht.

Im Einsatz stand die Ol49-59 (Fablok Nr. 3170/1953). Zum Glück fahren die Dampfzüge jedoch auch in September noch.

1945 waren bei der Polnischen Staatsbahn PKP noch über 500 Dampflokomotiven der Baureihen Ok1 (= P8) und Ok22 (= polnische Nachbau-P8) im Einsatz. Obwohl diese Maschinen sich noch gut bewährten, waren sie für die ständig wachsende Nachfrage zu schwach. Deswegen wurde 1950 die Firma Fablok in Chrzanów beauftragt, eine neue, stärkere Lok zu entwickeln. Um eine breite Feuerbüchse für die Verbrennung von minderwertigen Kohlen unterbringen zu können und auch um die Achslast niedrig zu halten, wählte man die Achsfolge 1’C1’ .

Zwischen 1951 und 1954 wurden insgesamt 116 Exemplare der Baureihe Ol49 hergestellt, wovon 112 an die PKP geliefert wurden und vier nach Nord-Korea.

Obwohl die Lokomotiven vor allem für den Reisezugdienst auf Hauptstrecken vorgesehen waren, ermöglichte die niedrige Achslast von 17 t. auch den Einsatz auf Nebenstrecken.

Ihr Leben war ziemlich kurz, denn sie wurden schon Ende der 70er Jahre ausgemustert. Ab 1965 wurden 12 Maschinen in Olsztyn zwar auf Ölhauptfeuerung umgebaut, aber als das erhoffte Ergebnis ausblieb, wurden sie wieder auf Kohlefeuerung zurückgebaut.

Die Ok1 und Ok22 haben sie nie richtig ersetzen können. Bis zum Schluss teilten sich die drei Baureihen die Leistungen.

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