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Dienstag, 14 November 2017 07:30

Frankreich: Neuer TER-Vertrag für die Region Auvergne-Rhône-Alpes

auvrho

Foto Region Auvergne-Rhône-Alpes/Andréa Aubert.

Laurent Wauquiez, Vorsitzender des Regionalrats der Region Auvergne-Rhône-Alpes, und Guillaume Pepy, Präsident und Generaldirektor von SNCF Mobilités, haben nach zweijährigen Verhandlungen am 13.11.17 Einigung über einen neuen sechsjährigen TER-Betriebsvertrag 2017/22 für die Region Auvergne-Rhône-Alpes erreicht. Er wird am 29. November im Regionalrat erörtert und bedarf noch Mitte Dezember der Zustimmung des Verwaltungsrats von SNCF Mobilités.

Es ist die erste Vereinbarung, die den Revitalisierungsplan GAP TER 2020 umsetzt, der der SNCF mehr Verantwortung bezüglich Verwaltung und Kostenkontrolle zubilligt.

Die Region ist mit täglich 175.000 Fahrgästen Organisator des größten TER-Transportnetzes außerhalb der Ile-de-France und finanziert ihren Betrieb mit jährlich 543 Mio. Euro. Der Verkauf von Tickets und Abonnements macht nur ein Drittel dieser Kosten aus. Die Region ist aber auch eine der am stärksten von Unpünktlichkeit betroffenen Regionen, einer von fünf TER-Zügen auf den Strecken Lyon - Grenoble - Chambéry oder Lyon - Saint-Etienne ist unpünktlich. Im Jahr 2016 fielen bis zu 73 Züge aufgrund von Fahrermangel und 35 aus anderen technischen Gründen an einem Tag aus.

Der neue Vertrag zielt deshalb insbesondere auf die Erhöhung der Qualität, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Züge ab. Die Anzahl der verspäteten Züge soll bis 2020 um 40 % reduziert werden, so dass eine Steigerung der Pünktlichkeit von 87,1 auf 90 % erreicht wird. Das Abkommen enthält außerdem Leistungspflichten und ein verstärktes Bonus-Malus-System. Die Sanktionen können 1,2 Mio. Euro pro Linie und Jahr erreichen, als Ausgleich erhält die SNCF einen Bonus von 1,2 Mio. Euro. Weitere Punkte sind die Erhöhung der Sicherheit durch TV-Überwachung und Verdoppelung der Bahnpolizei und die Erhöhung der Qualität durch WiFi ab 2018.

Der Vertrag enthält Investitionen von 111 Mio. Euro für die wenig genutzten Linien, 252 Mio. Euro für Rollmaterial und 161 Mio. Euro für den Bahnknoten Lyon.

WKZ, Quelle Region Auvergne-Rhône-Alpes, SNCF

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