Niederlande: Fünf Bewerber für die Beschaffung von ERTMS
Eine spannende und herausfordernde Zeit für ERTMS beginnt. Ende letzter Woche haben fünf Systemlieferanten die Ausschreibungsunterlagen für das digitale Leit- und Sicherungssystem ERTMS erhalten. Zwei davon werden in der kommenden Periode ausgewählt. Die umfangreiche Ausschreibung hat einen Wert von mehreren hundert Millionen Euro.
ProRail-CEO John Voppen gab am 17. September im Eisenbahnmuseum in Utrecht den Startschuss für die neue Ausschreibungsphase. Voppen unterstrich die Bedeutung der Ausschreibung: "Die Einführung von ERTMS ist für die Schiene und für Europa von entscheidender Bedeutung. Sie nicht umzusetzen ist keine Option, sondern notwendig, wir müssen mit der Zeit gehen. Das derzeitige System basiert auf alter Analogtechnik. ERTMS wird es uns ermöglichen, Züge digital zu steuern und zu sichern. Sie werden dann in der Lage sein, schneller und sicherer aufeinander zu fahren".
"Das Ausschreibungsverfahren für das digitale System für ERTMS ist nun wirklich im Gange. Ein spannender Moment, auch für die Systemlieferanten. In mehr als einem Jahr werden wir wissen, wer die Ziellinie erreicht hat".
"Wir suchen schon lange nach einem seriösen Partner, es sieht nach einer Ehe aus", sagt Voppen. "Dies ist ein Vertrag über Jahrzehnte. Mit einer soliden Informations- und Kommunikationstechnik-Komponente. Und das erfordert eine flexible Einstellung von allen, denn wir wissen nicht, wie sich die IT-Technologie entwickeln wird. Ich bin wirklich gespannt, wer das sein wird".
Vertrag im Jahr 2021
Wenn die ERTMS-Ausschreibung planmäßig verläuft, wird mit einer Vertragsunterzeichnung in mehr als einem Jahr gerechnet.
Die Technische Universität Delft und Pro Rail hatten im Juni eine simulationsbasierte Kapazitätsauswirkungsstudie von ERTMS/ETCS Hybrid Level 3 und ATO für das niederländische Eisenbahnnetz veröffentlicht.
WKZ, Quelle Pro Rail




