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Mittwoch, 15 November 2017 07:30

Frankreich: Verkehrsministerin empfängt Bericht zur Unterspülung des EOLE-Tunnels

Die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne hat am 13.11.17 von SNCF Réseau den angeforderten Bericht zur Unterbrechung des Verkehrs auf dem RER A zwischen dem 30. Oktober und dem 1. November erhalten. Die Verkehrsunterbrechung war das Ergebnis eines Durchbruchs in Höhe der Porte Maillot in der Tunnelwand des RER A, verursacht im Rahmen einer Erkundungsbohrung während der parallel Verlaufenden Verlängerung des RER E nach Westen (Projekt EOLE).

eole ber

Projekt RER E, bestehender Tunnel RER A und Metro M1 mit der Station Porte Maillot im Westen von Paris.

Mit der Beauftragung dieses Berichts sollten sowohl die Gründe für diesen Vorfall ermittelt als auch alle Konsequenzen gezogen werden, damit er sich nicht wiederholen kann, und zwar in einem Bereich, der für das reibungslose Funktionieren des öffentlichen Verkehrs von wesentlicher Bedeutung ist.

Die Ministerin nimmt die Schlußfolgerungen dieses Berichts zur Kenntnis und bittet den Projektleiter SNCF Réseau, die Umsetzung der darin vorgeschlagenen Empfehlungen zur Fortführung dieses Projekts sicherzustellen, nämlich:

• Verstärkung der internen Kontrollkette bei den verantwortlichen Firmen Bouygues TP, DTP Terrassement, Eiffage TP, Eiffage TP Fondation, Razel Bec und Sefi Intrafor sowie eine verstärkte Überwachung durch den Projektleiter EGIS.

• Prüfung, ob eine Vorbehandlung des Geländes mit der Seitenwand der zukünftigen Station Porte Maillot erforderlich ist oder nicht.

• Einrichtung einer ständigen Expertenkommission für die Projektleitung des EOLE-Projekts, um die Analyse und Kontrolle der Risiken zu verstärken, die mit unterirdischen Arbeiten während der Durchführung des Projekts verbunden sind.

Angesichts der zahlreichen unterirdischen Baustellen, die in der Region Île-de-France geplant sind, beauftragte die Ministerin die Dienste des Verkehrsministeriums (CGEDD) mit einer Auditmission, um die Organisation dieser Baustellen und die möglichen Verbesserungen zur Risikokontrolle zu evaluieren.

WKZ, Quelle Verkehrsministerium

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Letzte Änderung am Mittwoch, 15 November 2017 10:52

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