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Mittwoch, 15 November 2017 08:02

Frankreich: Ausgezeichnete Ergebnisse, aber weniger Aufträge für Alstom

Alstom spricht von einem "ausgezeichneten Ergebniss" für das erste Halbjahr 2017/2018, für die Zeitung Le Monde ist es nur ein "zweideutiges" Ergebnis ("mi-chèvre mi-chou"). Das am 14.11.17 veröffentliche Halbjahresergebnis von Alstom bezieht sich auf den Geschäftszeitraum von April bis September mit Abschluss 30.09.2017. Erfreulich ist, dass der Umsatz auf 3,76 Mrd. Euro (+5 %) gesteigert werden konnte, das Nettoergebnis auf 213 Mio. Euro (+66 % gegenüber dem Vorjahr) und die operativen Marge auf 6,2 % (+16 %). Alstoms Präsident und Generaldirektor Henri Poupart-Lafarge einem nennt außerdem einen "soliden" Cashflow von 227 Mio. Euro. Die Signalsparte umfasste 57 % des Umsatzes, was den Vorgaben von 60 % für das Jahr 2020 entspricht.

Doch der Auftragsbestand des ersten Halbjahres hat sich nahezu halbiert und sank von 6,2 Mrd. Euro auf 3,17 Mrd. Euro (-49 %). Le Monde spricht von einem "Geschmack für enttäuschende Geschäftsergebnisse". Das Verhältnis von Auftragseingang zu Fakturierung liegt bei weniger als 1, was auf eine abnehmende Umsatzdynamik hindeutet. Henri Poupart-Lafarge erklärte: "Wir haben in der ersten Jahreshälfte nicht von Großaufträgen profitiert, obwohl der Mobilitätsmarkt nach wie vor dynamisch ist." Da die heutigen Bestellungen jedoch die Umsatzzahlen von morgen sind, wäre es laut Le Monde "eine gute Idee, die zweite Jahreshälfte mit einigen Ankündigungen" abzuschließen.

"Die Ergebnisse sind ausgezeichnet und entsprechen unseren Ambitionen und den strategischen Zielen von Alstom für 2020", sagte Henri Poupart-Lafarge. "Die ersten sechs Monate des Jahres waren geprägt von der erfolgreichen Umsetzung unserer verschiedenen Projekte, die zu soliden operativen Ergebnissen im Rahmen unserer Ziele 2020 geführt haben. Der Umsatz aus dem Systemgeschäft wuchs stark, getrieben durch die Weiterentwicklung der Metroprojekte Dubai und Riad. Der Anlagenbau in Südafrika und Indien geht weiter. Unsere Innovationskraft wird durch den ersten kommerziellen Erfolg des Coradia iLint, dem weltweit ersten Wasserstoffzug, bestätigt. .. Darüber hinaus werden durch die Kombination von Alstom und den Bahnaktivitäten von Siemens zwei innovative Akteure auf dem Mobilitätsmarkt zu einem Unternehmen zusammengeführt, das einen Mehrwert für die Kunden und ein einzigartiges betriebliches Potenzial bietet. In dieser Phase laufen die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen und die Umsetzungsteams haben ihre Arbeit aufgenommen."

Henri Poupart-Lafarge, Chairman und CEO von Alstom.Er nannte fünf strageische Ziele:

1. Eine kundenorientierte Organisation

2. Komplettes Lösungsangebot (Rollmaterial plus Signaltechnik)

3. Wertschaffende Innovation

4. Spitzenleistungen in Betrieb und Umweltschutz

5. eine Kultur der Vielfalt und des Unternehmertums

WKZ, Quelle Alstom, Le Monde

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Letzte Änderung am Mittwoch, 15 November 2017 08:09

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