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Montag, 05 Oktober 2020 09:30

Griechenland: Neuer CEO des Infratsrukturbetreibers OSE - Mangelnder Mittelabruf beklagt

Der griechische Infrastrukturbetreiber OSE hat wieder einen CEO: Spiridon Pateras. Der promovierte Chemieingenieur wechselt von der Industrie zum OSE.

Im Parlament in Athen erklärte er seine Vorstellungen zur Erfüllung seines Amtes. Diese sind mehr oder minder das, was auch von der Europäischen Kommission angemahnt wird (der Lok-Report berichtete): Höhere Netzstabilität, geordnete Wartung des Netzes, geordnete Ausschreibungen, Neuordnung der Aufgaben von OSE und ErgOSE, Fertigstellung der seit Jahren laufenden Projekte, Anschluss der Häfen ans Bahnnetz und vor allem mehr Verkehr auf der Schiene.

S.Pateras muss sich in seine neue Position einarbeiten, er will, dass sich das Ansehen der Eisenbahn in Griechenland deutlich verbessert. Zu Fragen über Neubauprojekte, vor allem die westliche Rail egnatia, gab er sich bedckt. OSE soll in Staatshand bleiben und nicht privatisiert werden.

Im Rahmen der Amtseinführung des neuen CEO äußerte sich auch der Infrastrukturminister Karamanlis relativ deutlich vor dem Parlament. Er beklagte das Missverhältnis Eisenbahn - Straße in Griechenland und mangelnden Mittelabruf für Aus- und Neubauten, von den verfügbaren Mitteln würden aktuell nur etwa 2% abgerufen. Er kündigte einen Schwerpunkt im Unterhalt der aktuell betriebenen Strecken zwischen Rio und Alexandroupoli (nationales Grundnetz) an sowie Arbeiten an der Wiederinbetriebnahme der Meterspurstrecken Korinth - Argos - Nafplio sowie (Patras-) Kato Achaia -Pirgos an, bei letzterer wären die Planungen bereits abgeschlossen, eine Wiederinbetriebnahme wird füe 2023 avisiert.

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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