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Dienstag, 25 Juli 2017 10:59

Frankreich: SNCF muss Zukunft des TGV neu planen

Nach mehreren Jahren der Stagnation stieg der Inlandsverkehr für den TGV in der ersten Hälfte 2017 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres erstmals wieder um den respektablen Wert von 8,4%. Wie das Wirtschaftsblatt Les Echos und der TV-Sender Europe 1 berichten, wird die SNCF dieses Ergebnis in ihrer Halbjahresbilanz am nächsten Freitag bekannt geben. Doch dieser Anstieg reicht nicht aus, um den TGV-Verkehr in Frankreich langfristig rentabel zu machen.

Der starke Anstieg ist teilweise auf die Einführung von TGVmax für junge Leute unter 26 Jahren Ende Januar zurückzuführen. Ende Mai erklärte die SNCF, dass 90.000 Abonnenten 1,5 Mio. Fahrten in weniger als vier Monaten gebucht hatten. Auch durch weitere "Billig-Angebote" konnte die Auslastung der Züge immer mehr gesteigert werden, auf der Mittelmehr-Achse über Lyon auf 88 % in diesem Sommer.

Dieser Anstieg ist aber nicht mit einem langfristigen wirtschaftlichen Erfolg verbunden. Die Einnahmen nehmen ab, zumal SNCF Réseau anlässlich der zurückfahrenden staatlichen Subventionen und der Schulden von 44 Mrd. Euro die Trassenpreise Jahr für Jahr erhöhen will. Die operative Marge für den TGV hat sich in den letzten Jahren halbiert, zwei Drittel der weniger ausgelasteten Linien sind difizitär.

Auf Aufforderung der Verkehrsministerin Elisabeth Borne, soll die SNCF nun nach dem Ferienende einen neuen strategischen Plan für den TGV erarbeiten und die operativen Marge quantifizieren, die potenziell erzeugt werden kann. Dies könnte zu Verschiebungen in den Beträgen der Mautgebühren und staatlichen Hilfen führen oder sogar die Aussicht auf eine staatliche Schuldenübernahme stärken. Elisabeth Borne wird mit den Worten zitiert, dass staatliche Eingriffe im Rahmen eines Terminal deutlich gemacht hat , dass staatliche Eingriffe im Rahmen eines "Geben und Nehmen" erfolgen müssten.

WKZ, Quelle Les Echos, Europe 1

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Letzte Änderung am Donnerstag, 28 September 2017 13:59

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