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Donnerstag, 16 November 2017 09:28

Italien: FS Italiane und Depositenkasse CDP schließen Abkommen zum Ausbau der Metro-Netze

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Renato Mazzoncini, FS Italiane,  und Fabio Gallia, CDP.

Die Förderung und Entwicklung neuer Investitionen in Italien zur Schaffung städtischer Metro-Netze und Infrastrukturen für den schnellen Massenverkehr sind der Inhalt eines von der italienischen Staatsbahn Ferrovie dello Stato Italiane und dem auf öffentliche Vorhaben spezialisierten Kreditinstitut Cassa Depositi e Prestiti (CDP) am 15.11.17 unterzeichneten Kooperationsabkommens.

Mit dieser Vereinbarung verpflichten sich FS Italiane und CDP, aktiv zusammenzuarbeiten, um Projekte im Zusammenhang mit neuen Bauvorhaben (Greenfield-Initiativen) und dem Ausbau bestehender Infrastrukturen (Brownfield-Initiativen) zu ermitteln und zu fördern, und zwar nach einem Ansatz, der auf die Förderung der Beteiligung von privatem Kapital abzielt als auch durch den Einsatz von öffentlich-privaten Partnerschaftsprogrammen (ÖPP).

In diesem Sinne zielt das Engagement von FS Italiane und CDP darauf ab, nicht nur die städtische Mobilität zu verbessern, sondern auch einen Prozess der "urbanen Umwandlung" der italienischen Städte durch die Schaffung eines Netzes von integrierten Diensten der neuen Generation zum Nutzen des Einzelnen und der Gemeinschaft zu fördern.

Die Rolle der Städte als Pol der wirtschaftlichen Entwicklung und Wachstumsmotor ist beträchtlich und wächst: Rund 68 % der italienischen Bevölkerung leben in städtischen Gebieten, in denen mehr als 40 % des nationalen BIP erwirtschaftet werden. Die Entwicklung von Metropolenetzen ist ein strategischer Faktor für eine integrierte und nachhaltige kollektive Mobilität, der die städtische Überlastung und die Schadstoffemissionen verringert und sich positiv auf das Produktivitätsniveau und die sozioökonomische Integration zwischen Zentrum und Peripherie auswirkt.

Die Infrastrukturlücke, die es zu schließen gilt, ist beträchtlich und wirkt sich erheblich auf die Wettbewerbsfähigkeit der städtischen Zentren aus: In Italien deckt der Schienenverkehr nur 36 % des lokalen Mobilitätsbedarfs, im Vergleich zu Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich, wo dies mehr als 60 % sind.

Die CDP steht an der Spitze dieses Prozesses in Italien mit einem Investitionsplan, der darauf abzielt, verlassene Strukturen in modernisierte städtische Gebiete umzuwandeln und den Städten und ihren Bewohnern neue Chancen zu eröffnen. FS Italiane beabsichtigt seinerseits, das Projekt zur Förderung der integrierten kollektiven Mobilität zu einer Säule des Industrieplans 2017-2026 auszubauen. Heute verfügt Italien über ein Netz von nur 230 km U-Bahnen, im Vergleich zu fast 300 km allein in der Stadt Madrid.

WKZ, Quelle FS Italiane

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