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Freitag, 09 Oktober 2020 08:00

Frankreich: 12 Gemeinden fordern den Nachtzug Nîmes - Clermont - Paris

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Fotos Rüdiger Lüders.

Zwölf Gemeinden in Okzitanien und der Auvergne fordern die rasche Rückkehr des Nachtzuges Nîmes - Clermont - Paris. Die beiden letzten Gemeinden, die über diese Abstimmung beraten haben, sind die Gemeinden des Départements Lozère, Saint-André Capcèze und Altier.

In Lozere unterstützte der Abgeordnete Pierre Morel in L'Huissier den Antrag, indem er einen Brief an das Ministerium für den ökologischen Übergang für die Rückkehr dieses Nachtzuges sandte: "Mit meiner Post habe ich Hunderte von Anfragen von SNCF-Kunden geschickt, denn es handelt sich um eine immer wieder gestellte Anfrage, sie ist sehr wichtig für unser Territorium, sie fordert uns auf, keine Zeit zu verlieren."

Andere setzen sich ebenfalls sehr für die Rückkehr dieser Nachtzüge ein, wie zum Beispiel das Kollektiv "Oui au train de nuit" (Ja zum Nachtzug). Für sie wäre es eine Frage der Wiederherstellung der Sichtbarkeit verlassener Gebiete: "Dieser Mangel an Dienstleistungen verschärft das demographische Defizit. Wie wir in jüngster Zeit gesehen haben, gibt es auch bei den Bewohnern der Metropolen ein echtes Interesse am Land, das sich während der Zeit der Corona-Maßnahmen noch verstärkt hat. Diese Züge würden also unweigerlich ihr Publikum finden."

Das Kollektiv setzt sich für die Verlängerung der Strecke Nîmes - Clermont - Paris nach Montpellier und Brüssel ein: "Wir unterstützen auch die Verlängerung dieser Strecke bis zur Küste. Es würde unseren Territorien einen echten frischen Wind bringen", sagt Marc Gouttebroze, Mitglied des Kollektivs, gegenüber France3.

In der Region hofft das Kollektiv auf weitere Nachtzuglinien bis 2030:

• Die Linie Nîmes - Paris mit Verlängerung bis zur Küste und nach Brüssel
• Die Linie Narbonne - Paris, die auf der anderen Seite der Cevennen über Millau verlaufen würde.
• Und in den Midi-Pyrenäen die Linien Hendaye - Brüssel/Genf und Bordeaux - Brüssel/Genf.

Der französische Premierminister Jean Castex und der beigeordnete Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebbari waren am 05.10.2020 zu Besuch in Clermont, um ihren versprochenen Besuch vom September nachzuholen. Sie kamen mit dem Flugzeug, um sich an Ort und Stelle ein Bilder von der Verbindung Paris - Clermont zu machen. Die sie begleitenden Journalisten nahmen den Zug aus Paris, der kurz nach 4 Uhr morgens wegen eines Baums auf der Oberleitung mit fast sechs Stunden Verspätung eintraf. Sie haben das Problem dieser Strecke live mitbekommen.

"Wir haben große Ambitionen für Nachtzüge in Frankreich", bestätigte Jean-Baptiste Djebbari und versprach "eine Politik der Förderung und Wiederbelebung" dieses Verkehrsträgers". Auf Twitter verkündete Djebbari: "Von Worten zu Taten auf der Strecke Clermont - Paris mit der Finanzierung von 12 neuen Zügen (350 Mio. EUR) und zur Gleiserneuerung (760 Mio. EUR). ... Ein Überwachungsausschuss wird sicherstellen, dass die eingegangenen Verpflichtungen eingehalten werden."

WKZ, Quelle France 3, France Bleu, Jean-Baptiste Djebbari

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