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Dienstag, 13 Oktober 2020 07:10

Frankreich: Neue Züge mit höherer Kapazität für die Pariser Metro-Linie 14

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Fotos RATP.

Valérie Pécresse, Präsidentin der Île-de-France Mobilités, und Catherine Guillouard, Präsidentin und Generaldirektorin der RATP, gaben am 12.10.2020 den Startschuss für den ersten 8-teiligen Zug auf der Linie 14, genannt MP 14. Im Vorgriff auf die Verlängerung der Strecke bis Mairie de Saint-Ouen und dann bis Saint-Denis Pleyel im Norden und bis zum Flughafen Orly im Süden sind diese neuen Züge mit 8 Wagen (im Vergleich zu 6 Wagen in den derzeitigen Zügen) geräumiger, komfortabler und umweltfreundlicher.

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Diese von Alstom entworfenen und zu 100% von Île-de-France Mobilités finanzierten Züge mit 8 Wagen sind 120 Meter lang (gegenüber derzeit 90 Metern), um mit der Zunahme des Verkehrs auf der Linie 14 Schritt zu halten, der von derzeit 500.000 Fahrten/Tag auf 1 Million Fahrten/Tag im Jahr 2024 ansteigen soll. Diese automatische Linie wird dann die verkehrsreichste Linie im U-Bahn-Netz der Ile-de-France sein.

Im Rahmen des Grand Paris Express wird die Linie 14 das Rückgrat des künftigen automatischen Metro-Netzes bilden. Die RATP ist stolz darauf, Île-de-France Mobilités und den Einwohnern der Île-de-France mit dieser automatischen Metro-Linie mit hoher Kapazität einen Service auf höchstem Weltniveau zu bieten. Diese Strecke, die im Jahr 2024 1 Million Fahrgäste pro Tag aufnehmen wird, verfügt über die Kapazität, zur Hauptverkehrszeit alle 85 Sekunden einen Zug fahren zu lassen - eine Kompetenz, die weltweit ihresgleichen sucht.

Die MP14, die erste Metro, die der Zugänglichkeitsverordnung vom Juli 2019 entspricht, wird auch in ihrer 8-teiligen Version 48 Plätze für Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie 2 Plätze für Rollstuhlfahrer bieten. Dank eines elektrischen Bremssystems mit Energierückgewinnung, eines effizienteren Motorisierungssystems und einer vollständig mit LEDs ausgestatteten Beleuchtung kann der Energieverbrauch der Züge um 17% (im Vergleich zum MP05-Zug der neuesten Generation) gesenkt werden.

Diese Metro der neuen Generation wird schrittweise in Betrieb genommen. Ein einziges Modell wird bis zur Eröffnung der verlängerten Strecke zur Station "Mairie de Saint-Ouen" (geplant für Mitte Dezember) in Betrieb sein. Insgesamt 72 neue Züge werden in den nächsten 4 Jahren auf der Linie 14 und ihren Verlängerungen ausgeliefert.

Während der Übergangsperiode 2020 - 2022, in der 8- und 6-teilige Züge zusammen fahren werden, werden temporäre Beschilderungen in die Bahnsteigtüren und Informationsbildschirme integriert, so dass sich die Fahrgäste auf den Bahnsteigen an der richtigen Stelle positionieren können.

Die Serie MP14 wird auch die Linie 4 ab 2021 (in einer 6-teiligen Version mit automatischen Steuerungssystemen) und die Linie 11 ab 2023 (in einer 5-teiligen Version mit einem Führerstand) der Metro ausstatten, mit Gesamtkosten von mehr als 2 Mrd. EUR für die Anschaffung von maximal 217 Zügen, die vollständig von Île-de-France Mobilités finanziert werden (112 Bestellungen bereits unter Vertrag).

Ein neuer Wartungsstandort zur Aufnahme von 120 Meter langen Zügen

Diese in Saint-Ouen gelegene Wartungswerkstatt der RATP wurde eingerichtet, um Züge mit 8 Wagen zu warten, zu reinigen und abzustellen. Hier werden auch die Züge zusammengestellt, wobei die neuen Wagen nacheinander ausgeliefert werden.

Woher der Name MP 14?

Es ist ein von den Ingenieuren gegebenes Akronym, das für Matériel Pneumatique (Metro-Fahrzeuge mit Gummi-Reifen) im Unterschied zu Matériel Ferré (U-Bahn-Wagen, die auf Stahlrädern laufen) steht, wobei die Ausschreibung 2014 begonnen wurde.

WKZ, Franz A Roski, Rüdiger Lüders, Quelle RATP

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