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Montag, 19 Oktober 2020 10:04

Europäische Union: Europäisches Jahr der Eisenbahn 2021 - Licht auf Europas nachhaltigsten Verkehrsträger und seine Herausforderungen werfen

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) verabschiedete auf seiner Oktober-Plenartagung eine Stellungnahme zum "Europäischen Jahr der Eisenbahn 2021", in der er eine EU-weite Strategie zur Förderung von Investitionen und zur Verringerung von Disparitäten und Lücken in den Eisenbahnsystemen forderte. Berichterstatter Jarosław Stawiarski (PL/ECR), Marschall der Region Lubelskie, wird die Vorschläge des AdR auch in einem Workshop vorstellen, der am 20. Oktober im Rahmen der Europäischen Woche der Regionen und Städte 2020 Spitzenvertreter des europäischen Eisenbahnsektors zusammenbringen wird.

Die Eisenbahn ist eines der nachhaltigsten, energieeffizientesten und sichersten Verkehrsmittel. Sie ist sechsmal energieeffizienter als der Straßenverkehr und emittiert neunmal weniger CO2 als der Güter- und Personenverkehr auf der Straße und in der Luft. Gleichzeitig leistet der Eisenbahnsektor einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Wirtschaft und zum EU-Binnenmarkt. Als solcher wird die Schiene eine wichtige Rolle im zukünftigen europäischen Mobilitätssystem spielen, sagt Jarosław Stawiarski, Berichterstatter für die Stellungnahme zum "Europäischen Jahr der Eisenbahn 2021".

"Die Eisenbahn bedeutet eine bessere Erreichbarkeit der Regionen und Mobilität der Gesellschaft, wirtschaftliche Entwicklung und Reduzierung der Emissionen. Der moderne Verkehr muss nicht nur schnell, sicher, bequem und ökologisch sein, sondern auch, wie die Ereignisse der letzten Monate im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zeigen, resistent gegen neue Krisen. Das europäische Eisenbahnsystem beweist, dass es all diese Bedingungen erfüllt", sagte Jarosław Stawiarski, Präsident der Region Lubelskie.

Der Berichterstatter hebt jedoch die Unterschiede in der Infrastrukturentwicklung und -qualität zwischen den mittel- und osteuropäischen Ländern und dem Rest der EU hervor. Die Zuweisungen im Rahmen des Finanzierungselements Connecting Europe Facility (CEF) und anderer EU-Instrumente werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Regionen in der gesamten EU in ihren Bemühungen zu unterstützen, die Ziele des Green Deal im Bereich des sauberen Verkehrs zu fördern und Ungleichheiten zu verringern. In der Stellungnahme werden auch weitere Investitionen in den Ausbau der regionalen Netze sowie in die Modernisierung bestehender Strecken und Fahrzeugflotten gefordert, wobei die Bedeutung der finanziellen Unterstützung für Innovation, Digitalisierung und intermodale Einrichtungen hervorgehoben wird.

Marschall Stawiarski fordert ferner die EU-Institutionen und nationalen Behörden auf, die Wettbewerbsbedingungen zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern durch die Berücksichtigung negativer externer Effekte auf die Umwelt im Einklang mit dem Verursacherprinzip anzugleichen. Der AdR unterstützt daher die Europäische Bürgerinitiative Fairosene, die eine Besteuerung von Flugkraftstoff und die Anwendung von Mehrwertsteuerbefreiungen für den grenzüberschreitenden Schienenverkehr fordert, wie sie bereits für den Luftverkehr bestehen.

Der Europäische Ausschuss der Regionen begrüßt das bevorstehende Europäische Jahr der Eisenbahn als eine gute Gelegenheit, die Schiene als umweltfreundlichen, innovativen und sicheren Verkehrsträger zu fördern. "Ich bin überzeugt, dass wir durch die aktive Einbeziehung aller interessierten Parteien in das Europäische Jahr der Eisenbahn 2021 bedeutende Fortschritte bei der Verbesserung des Eisenbahnsystems der Europäischen Union erzielen werden", sagte der Berichterstatter Jarosław Stawiarski.

Im Vorgriff auf das Europäische Jahr der Eisenbahn 2021 bietet der Workshop "Smart Rail for the EU's Green Recovery" am 20. Oktober von 9:30-11:00 MEZ Marschall Stawiarski und COTER-Vorsitzende Isabelle Boudineau (FR/SPE) die Gelegenheit, die Botschaften des AdR an einige der Spitzenvertreter des europäischen Eisenbahnsektors zu übermitteln. Sie können die Veranstaltung live auf dem WebTV der Europäischen Woche der Regionen und Städte 2020 verfolgen.

Quelle Pressemeldung Ausschuss der Regionen

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