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Donnerstag, 22 Oktober 2020 14:44

Italien/Österreich: Verzögerung beim BBT für Südtirol und Tirol "inakzeptabel"

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Foto LPA/Ivo Corrà.

Die Landeshauptleute von Tirol und Südtirol, Günther Platter und Arno Kompatscher, machen heute (22. Oktober) deutlich, dass jede weitere Verzögerung beim Bau des Brennerbasistunnels (BBT) zu einer nicht hinnehmbaren weiteren Belastung der Tiroler und Südtiroler Bevölkerung führt.

"Die drohenden Verzögerungen beim Baufortschritt des BBT von mehreren Jahren sind für uns inakzeptabel. Als Politik ist es nicht unsere Aufgabe, uns in das operative Geschäft einzumischen. Fest steht jedoch: Jede Verzögerung geschieht auf dem Rücken der transitgeplagten Tiroler und Südtiroler Bevölkerung. Beide Seiten – sowohl der Auftragnehmer als auch die BBT SE – müssen daher eine Lösung finden, damit der Bau so schnell und effizient wie möglich finalisiert werden kann", sind sich Platter und Kompatscher in einer gemeinsamen Erklärung einig.

Beim Bau des 55 Kilometer langen Brennerbasistunnels könnte es zu Verzögerungen kommen, wenn das größte Baulos Pfons-Brenner wegen technischer Differenzen (Wanddicke von Tübbingen, 40 oder 45 cm) neu ausgeschrieben werden muss.

Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, könnte in der heutigen Sitzung der Errichtergesellschaft des Brennerbasistunnels (BBT SE) eine Neuausschreibung des knapp 1 Mrd. Euro teuren größten Bauloses Pfons-Brenner beschlossen werden. Die Folge könnten  ein langer Rechtsstreit mit ARGE H51 Pfons-Brenner unter Führung von Porr und eine weitere mehrjährige Verzögerung der Tunnel-Fertigstellung bis weit nach 2030 sein.

Die BBT SE spricht von „Leistungsverzögerung und Leistungsverweigerung", Porr-Chef Karl-Heinz Strauss von einer fehlerhaften Ausschreibung mit Vorgaben, die technisch unmöglich seien.

GK, WKZ, Quelle LPA Südtirol

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