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Freitag, 23 Oktober 2020 12:47

Österreich: Neueste Sicherungstechnik für Bahnhof Linz Wegscheid

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Foto ÖBB/Leitner.

Ein moderner Bahnbetrieb braucht neben zeitgemäßen Bahnhöfen und Haltestellen auch eine Eisenbahninfrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik. Die ÖBB errichten daher auf der Strecke Linz Hbf. – Selzthal im Bahnhof Wegscheid ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW), das die bestehende elektrische Sicherungsanlage ablöst.

Das neue Stellwerk verfügt über modernste digitale Technik und steuert beispielsweise Weichen und Signale. Durch die damit verbundene Einbindung in die Betriebsführungszentrale (BFZ) Linz im Jahr 2022 werden zuverlässige, automatische Betriebsabläufe ermöglicht und gleichzeitig die Sicherheit und Qualität erhöht. Die Gesamtinvestitionen für den Bau betragen 15,2 Mio. Euro.

Neues elektronisches Stellwerk Linz Wegscheid

Mehr als 40 Jahre hat das Stellwerk, das bisher im Bahnhof Linz Wegscheid den Bahnbetrieb auf der Pyhrnstrecke gesteuert hat, zuverlässig seinen Dienst geleistet. Nun wird es durch ein neues elektronisches Stellwerk ersetzt. Das Vorhaben umfasst unter anderem die Errichtung eines Hochbaus sowie Kabelwege, Signale, Schaltstationen und Querungen. Die Bauarbeiten beginnen am 27. Oktober 2020, ab Ende 2022 soll bereits die neue Sicherungsanlage die Weichen und Signale steuern. Im Mai 2023 wird das Bauprojekt voraussichtlich komplett abgeschlossen sein.

Im Zuge dieser Umsetzung soll auch eine zusätzliche Selbstblockstelle in Abschnitt zwischen Linz Hbf. und Linz Wegscheid, errichtet werden. Mit dieser Maßnahme wird ein pünktlicher Fahrbetrieb, ab Inbetriebnahme der Koralmbahn für REX-Züge nach Graz bzw. der S-Bahn nach Micheldorf, sichergestellt.

Fahrgastnutzen steht im Vordergrund

Die Fahrgäste profitieren dann von pünktlicheren Zügen und erhalten Informationen zu ihren Zugzeiten in Echtzeit. Das neue elektronische Stellwerk und dessen Einbindung in die Betriebsführungszentrale Linz sorgen für zuverlässige, automatische Betriebsabläufe und damit gleichzeitig für noch höhere Qualität und Sicherheit im Zugverkehr.

Auswirkungen während der Bauzeit

Die Arbeiten finden in der Regel von Montag bis Freitag jeweils tagsüber statt. Die Baustelle wird von Baubeginn an bis zum Bauende 2023 durchgehend fortgeführt. Da Baumaschinen im Einsatz sind, kann es zu Lärm- und Staubentwicklung für Anrainerinnen und Anrainer kommen. Zudem kommt es zu kleinen Einschränkungen bei den Parkplätzen am Bahnhof. Die Arbeiten haben keinen Einfluss auf den Bahnbetrieb, Zugreisen können ungehindert angetreten werden.

Pressemeldung ÖBB

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