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Montag, 20 November 2017 12:27

Frankreich: SNCF rüstet Fahrzeuge für Luxemburg-Einsatz auf ERTMS Baseline 3 um

Die luxemburgischen Eisenbahnen haben angekündigt, ihr nationales Zugsignal- und Geschwindigkeitskontrollsystem MEMOR II+ vollständig abzuschaffen. Am 1. Januar 2020 wird sie durch die europäische Norm ERTMS (European Rail Traffic Management System) ersetzt. Dieses System erhöht insbesondere die Sicherheit auf den Strecken und ermöglicht ein Notstoppen oder Bremsen bei der Erkennung von menschlichen Problemen oder Fehlern.

Das grenzüberschreitendes Rollmaterial Frankreich - Luxemburg, bekannt als TER 2N NG (Coradia Duplex) und in 25 Einheiten im Besitz der Region Grand Est, ist derzeit noch interoperabel ausgestattet, d. h. es erfüllt die französischen (KVB) und luxemburgischen Normen (MEMOR II +). Um auf dem luxemburgischen Schienennetz weiterfahren zu können, müssen die Fahrzeuge aber mit dem ERTMS-Standard ausgestattet sein, wenn die CFL das System MEMOR II+ deaktiviert. Dies wird die erste Umsetzung dieser technischen Entwicklung in Europa werden, genannt "ERTMS baseline 3".

Die Investitionssumme beläuft sich auf 27,46 Mio. Euro für die Ausrüstung der 25 Züge, davon 22,335 Mio. Euro aus der Region Grand Est und 5,125 Mio. Euro von der Europäischen Kommission über ihre Agentur INEA (Innovation & Network Executive Agency). Die Untersuchungsstudie wurde inzwischen abgeschlossen, eine Prototypen- und Zertifizierungsphase wird bis Juli 2019 dauern, bevor die Industrialisierungsphase für den gesamten Fuhrpark abgeschlossen werden kann.

WKZ, Quelle SNCF

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