Niederlande: Von einer Walfluke geretteter U-Bahnzug geborgen


In der Sonntagnacht vom 1. auf den 2. November wurde Spijkenisse, etwa 20 km. südlich von Rotterdam, durch ein äußerst spektakuläres Ereignis plötzlich weltberühmt. Spijkenisse-De Akkers ist die Endstation der Linien C und D der Rotterdamer U-Bahn. Nach Betriebsschluss um 0:30 Uhr wollte ein Triebfahrzeugführer eine U-Bahn-Garnitur auf einem Nebengleis abstellen, fuhr aber über einen Prellbock hinaus und kam wie durch ein Wunder auf einem 10 Meter hohen Kunstwerk in Form einer riesigen Wal-Schwanzflosse (Fluke) zum Stehen.
Das Kunstwerk ist fast so hoch wie die Strecke. In einem Actionfilm wäre eine solche Szene als unglaubwürdig beschrieben worden.
Der Triebfahrzeugführer selbst konnte nach hinten gehen und unverletzt aussteigen. Die Ursache des Unfalls ist bislang noch unklar. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich keine anderen Personen im Zug.
Der Künstler der Fluke selbst war erstaunt, dass die, aus leichtem Polyester bestehenden, Skulptur die 22 Tonnen schwere Zuggarnitur gehalten hat. Wenn sie zerbrochen wäre, hätten die Folgen sehr gravierend sein können.
Es dauerte einen Tag, bis der Zug weggeschleppt war. Zuerst mussten ein Graben zugeschüttet und vier hohe Bäume entfernt werden. Dann wurde der vorderen Zugteil mit Schneidbrennern vom Rest des Zuges getrennt, bevor er mit zwei 40-Tonnen-Kränen hochgezogen und auf einem Tieflader abtransportiert werden konnte.
Das Kunstwerk hat kaum Schaden erlitten! Unglaublich.
Aus Sicherheitsgründen, aber auch wegen der Pandemie war das Gebiet praktisch abgeriegelt, aber mit etwas Glück gelang es dennoch, einige Aufnahmen zu machen.
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