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Montag, 16 November 2020 08:00

Niederlande: Nationales Bündnis beschafft 1 Mrd. EUR zum U-Bahn-Ausbau, um den Schiphol-Tunnel für mehr Züge frei zu machen

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Fotos NS, Vervoerregio Amsterdam.

Ein nationales Bündnis von sieben Parteien (Verkehrsregion, Gemeinde Amsterdam, Gemeinde Haarlemmermeer, Provinz Nordholland, KLM, NS und Schiphol) hat sich darauf geeinigt, einen substanziellen Beitrag von 1.025 Mrd. EUR für die Realisierung von zwei neuen U-Bahn-Linien zu ünernehmen: die Verlängerung der Nord-Süd-Linie in Richtung Schiphol und Hoofddorp und die Schließung der Ringlinie.

Der Beitrag stellt eine helfende Hand für die nationale Regierung dar, um die Chancen zu erhöhen, das U-Bahn-Paket über den Nationalen Wachstumsfonds einzureichen. Das Bündnis hat die Bewerbung in einem Verwaltungsbericht festgehalten, der den Räten und dem Kabinett übergeben wird.

Marjan Rintel, Präsident von NS: "NS steht für nationale Erreichbarkeit und für die Erreichbarkeit der Metropolregionen Amsterdam und Schiphol. Mit diesem Ehrgeiz zeigen wir, dass wir auf eine neue Art und Weise an der Zukunft der Niederlande arbeiten: Die gemeinsame Arbeit an zwei neuen U-Bahn-Linien wird den notwendigen Platz im Schiphol-Tunnel, mehr und schnellere nationale und internationale Züge und eine gute lokale Erreichbarkeit ermöglichen. Gleichzeitig werden wir dafür sorgen, dass der Amsterdamer Hauptbahnhof von verschiedenen Teilen der Niederlande aus mit direkten Intercity-Zügen erreichbar bleibt".

Vorsitzende der Verkehrsregion und des nationalen Bündnisses Sharon Dijksma: "Wir wollen die Botschaft vermitteln, dass wir in den Startlöchern stehen und bereit sind, einen wesentlichen Beitrag zu leisten, um die Chancen für die Realisierung der beiden U-Bahn-Linien zu maximieren. Was uns betrifft, so werden wir bereits im nächsten Jahr mit der Arbeit daran beginnen. Ich bin stolz auf die einzigartige administrative Stärke, und ich möchte, dass sie aus diesem Bündnis hervorgeht. Es sagt etwas über die Bedeutung dieses Pakets für die Niederlande aus, dass diese sieben Parteien in den turbulenten Zeiten, in denen wir uns jetzt befinden, eine solche finanzielle Geste machen wollen. Kurz gesagt, wir machen heute ein Angebot, das nur schwer abzulehnen ist".

Gebot

Die sieben Parteien sind bereit, einen Beitrag von mindestens 1 025 Millionen EUR aus allgemeinen Mitteln, Grundstückseinnahmen und Betriebseinnahmen zu leisten. Die Verkehrsregion wird 525 Mio. EUR beitragen, die Stadt Amsterdam 300 Mio. EUR und NS 60 Mio. EUR. Die Stadt Amsterdam, Haarlemmermeer, Schiphol und die Provinz Nordholland werden ebenfalls 140 Mio. EUR aus Grundstückseinnahmen beisteuern. Das Bündnis wird in der kommenden Zeit prüfen, ob der Betrag gestrafft werden kann.

Durch den Nationalen Wachstumsfonds will die Regierung die Ertragskraft stärken, Innovationen fördern und das Geschäftsklima in den Niederlanden attraktiver machen. Das U-Bahn-Paket und das Angebot des Bündnisses stehen im Einklang damit.

Vorteile

Die Verlängerung der Nord-Süd-Linie von Amsterdam bis Schiphol und Hoofddorp und die Schließung der Ringlinie (eine direkte Verbindung zwischen dem Bahnhof Isolatorweg/Sloterdijk und dem Amsterdamer Hauptbahnhof) bieten große Vorteile, insbesondere im Hinblick auf die internationale, nationale und regionale Erreichbarkeit, den Wohnungsbau und die Erwerbsfähigkeit der Niederlande.

(Inter)nationale Zugänglichkeit

Da die Reisenden häufiger die U-Bahn benutzen werden, werden im Schiphol-Tunnel möglicherweise acht Zugtrassen pro Stunde frei. Dies wird mehr und schnellere Züge von Schiphol nach Utrecht, Arnheim und Limburg ermöglichen. Außerdem wird es eine neue Intercity-Verbindung zwischen Schiphol, Zaandam und Alkmaar geben, und mehr nationale und internationale Züge werden auf der HSL zwischen Amsterdam, Schiphol, Rotterdam, Breda, Düsseldorf, Berlin, Brüssel, London und Paris verkehren können.

Wohnen, Beschäftigung und Geschäftsklima

Darüber hinaus ermöglicht das U-Bahn-Paket den Bau von mehr als 92.000 neuen Wohnungen und deren nachhaltige Erschließung. Das neue U-Bahn-Netz verbindet auch die wichtigsten Wirtschaftszentren des Großraums Amsterdam und bietet Platz für 122.700 zusätzliche Arbeitsplätze. Große Einrichtungen wie Krankenhäuser und Universitäten werden leichter zugänglich sein. Der Bau neuer Büros und eine bessere Zugänglichkeit der Einrichtungen werden zu einem attraktiveren Geschäftsklima beitragen.

WKZ, Quelle NS, Vervoerregio Amsterdam

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