english

Donnerstag, 26 November 2020 11:29

Großbritannien: Gewerkschaft RMT fordert dringende Unterstützung für Eurostar

es 3008 es 9132 l=st.pancras 1 19 09 12es 3017 paris=nord=1 15 09 19
Fotos Rüdiger Lüders.

Die britische Verkehrs-Gewerkschaft RMT fordert dringende Unterstützung für den Eurostar, da die Untätigkeit der Regierung die Zukunft des Dienstes bedroht.

Die RMT hat dringend finanzielle Unterstützung der Regierung für die entscheidende Eurostar-Verbindung zum Kontinent gefordert und warnt davor, dass ein Nichthandeln die Zukunft des Dienstes und die Tausende von Arbeitsplätzen, die er unterstützt, bedroht.

Bei einem kürzlichen Rundtischgespräch mit dem Staatssekretär für Eisenbahn, Chris Heaton-Harris, forderten sowohl das Unternehmen als auch die Gewerkschaft direkte finanzielle Unterstützung für den umweltfreundlichen internationalen Eisenbahndienst Großbritanniens, der derzeit keine Subventionen vom Steuerzahler erhält.

Der Staatssekretär lehnte die Unterstützung für das Unternehmen ab, das vor den Covid-Sperren Rekorde bei Fahrgastzahlen und Einnahmen erzielt hatte und das eindeutig eine wichtige Rolle spielen wird, wenn der Lockdown vorbei ist. RMT sagt, es sei schockierend, dass die Regierung Eurostar die gleiche finanzielle Unterstützung versagt, die den Flughäfen angeboten wurde. Dieses Versagen der Regierung lässt den Eurostar in den Abgrund stürzen.

RMT-Generalsekretär Mick Cash: "Die RMT fordert die Regierung auf, unverzüglich einzugreifen und die wichtige internationale Infrastrukturfunktion des Eurostar und die damit verbundenen Tausende von Arbeitsplätzen, die direkt und indirekt durch den Dienst unterstützt werden, finanziell zu unterstützen.

"Es ist völlig falsch, dass dem Eurostar, einem umweltfreundlichen Dienst, der ein Leuchtturm für die Zukunft unserer Eisenbahnen ist, die Art von finanzieller Unterstützung verweigert wird, die den Flughäfen angeboten wird. Die gegenwärtige Untätigkeit lässt den Dienst am seidenen Faden hängen, und alles, was wir verlangen, ist die Unterstützung, die wir brauchen, um die Lebensfähigkeit und Stabilität zu erhalten, während wir aus dieser Phase der Abriegelung herauskommen und in die Zukunft blicken."

Die britische Regierung hat bereits 2015 ihre Anteile an der Aktiengesellschaft "Eurostar International Ltd." abgegeben, so dass die Bahngesellschaft mehrheitlich (55%) der SNCF gehört. Dies erklärt wohl die Haltung der britischen Regierung, jetzt keine Zuschüsse an Eurostar zahlen zu wollen.  

WKZ, Rüdiger Lüders, Quelle RMT

Zurück

Letzte Änderung am Donnerstag, 26 November 2020 12:44

Nachrichten-Filter