Tschechien: 34 Eisenbahnbrücken haben die außerordentliche Inspektion erfolgreich bestanden


Fotos CD, Správy železnic.
Die ersten 34 Eisenbahnbrücken aus Spannbeton wurden ohne größere Probleme einer detaillierten Diagnose und statischen Beurteilung unterzogen. Es wurden keine wesentlichen Mängel festgestellt. Dieselbe Beurteilung steht nun auch für die übrigen 29 Brückenbauwerke von insgesamt 63 ausgewählten Bauwerken in Tschechien an.
"Die Frage der Sicherheit und des Zustands von Brücken in der Tschechischen Republik ist nach wie vor ein aktuelles Thema. Keine der 6.726 Eisenbahnbrücken unter unserer Verwaltung befindet sich in einem Not- oder sicherheitsbedrohlichen Zustand", sagt Marcela Pernicová, stellvertretende Generaldirektorin für Betriebsfähigkeit der Eisenbahnverwaltung Správy železnic.
Die Eisenbahnverwaltung konzentrierte sich 2018, unter anderem nach dem Unfall der Autobahnbrücke in Genua, auf die Diagnostik und statische Beurteilung von Brücken mit vorgespannten Tragwerken. Basierend auf ersten Inspektionen dieser Art von Brückenkonstruktionen wurde für 63 Brücken eine detaillierte Diagnose und statische Nachberechnung beschlossen. In der ersten Phase des Programms wurden 34 Brücken durch spezialisierte Unternehmen bewertet. Die daraus resultierenden statischen Bewertungen zeigen, dass keine Brücke kritische Mängel aufweist, die einen akuten baulichen Eingriff oder eine signifikante Reduzierung der Betriebsparameter erfordern würden.
Der Bauzustand der Brücken hat sich seit langem verbessert
Zur Jahrtausendwende wurden 735 Brücken des Eisenbahnnetzes als Stufe 3 eingestuft, was bereits bauliche Eingriffe erfordert. Dies entsprach etwa 11% ihrer Gesamtzahl. Diese ungünstige Situation wurde dadurch verursacht, dass die Eisenbahninfrastruktur, einschließlich der Brücken, vor 1990 und teilweise in den 1990er Jahren langfristig nicht ausreichend instand gehalten wurde.
"Die derzeitige Zahl der Eisenbahnbrücken der Stufe 3 beträgt derzeit 319, was 4,7% der Gesamtzahl entspricht. Der durchschnittliche Bauzustand von Eisenbahnbrücken verbesserte sich daher langfristig. Als Priorität für den nächsten Zeitraum bis 2030 hat sich die Eisenbahnverwaltung vorgenommen, die 2%-Schwelle zu unterschreiten, was 134 Brücken entspricht", erklärt Marcela Pernicová. Wie sie hinzufügt, hat neben einer angemessenen Finanzierung in den letzten Jahren auch das Eisenbahnbrückenmanagementsystem, das auf dem eigenen qualifizierten Personal des Infrastrukturbetreibers beruht, zu dieser Verbesserung beigetragen.
Um das gesetzte Ziel zu erreichen, müssen in den nächsten 10 Jahren zusätzlich zu den Mitteln für die routinemäßige Instandhaltung fast 10 Mrd. CZK (380 Mio. EUR) gesichert werden. Einige Arbeiten werden separat durchgeführt werden, andere werden Teil größerer Bauprojekte sein. Auch die Geschwindigkeit des Verfahrens muss an die Kapazitätsmöglichkeiten angepasst werden, insbesondere im Bereich der notwendigen Sperrungen der betreffenden Strecken.
Beispiele für solche programmierten Bauwerke sind die Prager Brücke unter der Prager Hochburg Vyšehrad mit einer Brückenlänge von 216 m, die Brücke in Mokropsy (170 m), die Brücke in Červená nad Vltavou über den Orlík-Stausee (272 m) oder das Viadukt in Brno über die Straße Křídlovická und den Fluss Svratka (92 m) auf der Strecke Břeclav - Brno.
Im Rahmen der Instandhaltung, Reparaturen und Rekonstruktionen führt die Eisenbahnverwaltung jedes Jahr für 700 bis 800 Mio. CZK (27 bis 31 Mio. EUR) Bauvorhaben an Brücken durch. Von den in jüngster Zeit fertig gestellten Bauwerken, mit denen der sich verbessernde Zustand der Eisenbahnbrücken dokumentiert werden kann, sind z.B. die Brücke über den Stausee Hracholusky, die Zahrádky-Brücke auf der Strecke Lovosice - Česká - Lípa oder das Negrelli-Viadukt in Prag zu nennen.
Pressemitteilung der Eisenbahnverwaltung Správy železnic




