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Donnerstag, 10 Dezember 2020 10:00

Estland/Lettland/Litauen: Rail Baltica unterzeichnet Fördervereinbarungen über 214,3 Mio. EUR mit der INEA

Die Exekutivagentur für Innovation und Netzwerke (INEA) der Europäischen Union und das Joint Venture der Baltischen Staaten RB Rail AS haben am 09.12.2020 im Auftrag des estnischen Ministeriums für Wirtschaft und Kommunikation, des lettischen Verkehrsministeriums und des litauischen Ministeriums für Verkehr und Kommunikation zwei zusätzliche grenzüberschreitende Förderverträge für die Rail Baltica durch das Förderinstrument Connecting Europe Facility (CEF) unterschrieben.

Das Gesamtbudget dieser beiden Vereinbarungen beläuft sich auf 214,3 Mio. EUR, wovon der CEF-Beitrag maximal 182,2 Mio. EUR betragen wird, was 85% der gesamten förderfähigen Kosten ausmacht. Die verbleibenden 15% werden von den Regierungen der baltischen Staaten finanziert.

Die Entscheidung über die Zuweisung der Finanzierung wurde am 16. Juli 2020 vom CEF-Ausschuss im Rahmen des CEF-Verkehrsaufrufs 2019 getroffen, der von der INEA verwaltet wird.

"Diese zusätzliche EU-Finanzierung wird es dem Projekt ermöglichen, die Bauarbeiten in den wichtigsten Passagierterminals in Estland und Lettland weiter voranzutreiben und den Bau eines weiteren Hauptstreckenabschnitts von Kaunas in Richtung der litauisch-lettischen Staatsgrenze sicherzustellen. Darüber hinaus wird diese Finanzierung es ermöglichen, die Entwicklung der wichtigsten Eisenbahn-Teilsysteme, die Planung und den Entwurf von Regionalbahnhöfen und Einrichtungen zur Instandhaltung der Infrastruktur für alle drei baltischen Staaten voranzutreiben", sagt Agnis Driksna, Vorstandsvorsitzender des Rail-Baltica-Joint Ventures RB Rail AS.

Gemäß dem ersten Fördervertrag wurden 128,2 Mio. EUR für Bauaktivitäten zugewiesen wie

• Eisenbahnabschnitt Rīgas Centrālās (Phase II),
• Eisenbahnabschnitt Rīgas Lidosta (Phase II),
• Ülemiste Passagierterminal (Phase II),
• Zugang zum Frachtterminal Muuga (Phase I),
• Teil der Gleisbauarbeiten in Litauen auf dem Abschnitt von Kaunas bis zur litauisch/lettischen Staatsgrenze.

Zusätzlich werden in der zweiten Finanzhilfevereinbarung rund 86,1 Mio. EUR für die technische Auslegung und Planung, einschließlich der Vorbereitung von Energie- und Eisenbahnsteuerungs- und -teilsystemen, investiert. Darüber hinaus werden EU-Mittel für die Planung und Gestaltung lokaler Einrichtungen und regionaler Bahnhöfe und Haltestellen auf der Strecke der Rail Baltica eingesetzt, um sicherzustellen, dass die neue Strecke zusätzliche Vorteile schafft, indem sie regionale Schienenverkehrsdienste zwischen den Regionen der baltischen Staaten erleichtert. Schließlich umfasst sie verschiedene Phasen für den Grunderwerb in jedem baltischen Staat, was zusammen mit den Entwürfen eine unumgängliche Voraussetzung für den Beginn künftiger Bauarbeiten ist.

Zusammen mit den zuvor unterzeichneten Zuschussvereinbarungen hat sich Rail Baltica damit bereits rund 1,12 Mrd. EURaus EU- und nationalen Mitteln gesichert.

WKZ, Quelle Rail Baltica

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Letzte Änderung am Mittwoch, 09 Dezember 2020 20:20

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