Tschechien: Machbarkeitsstudie für die Entwicklung des Eisenbahnknotens Prag
Die Machbarkeitsstudie für die Entwicklung des Eisenbahnknotens Prag, einschließlich der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken in der Metropole, wird von der Firma SP ŽUP erstellt, die sich aus MMD + AFRY + EKOLA + SAGASTA + SMA zusammensetzt. Dies gab die tschechische Eisenbahnverwaltung Správa železnic am 14.12.2020 bekannnt.
Der geschätzte Wert des öffentlichen Auftrags betrug 40 Mio. CZK in der Grundleistung, bzw. 52 Mio. CZK mit einem optionalen Teil. Die siegreiche Firma gab ein Angebot für die Grundleistung in Höhe von 34,982 Mio. CZK ab.
Aus europäischer Sicht befindet sich der Eisenbahnknotenpunkt Prag (Železniční uzel Praha, ŽUP) sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr innerhalb des Hauptnetzes TEN-T . Gleichzeitig verlaufen durch ihn drei Transit-Eisenbahnkorridore und drei internationale Güterverkehrskorridore. Aufgrund der Entwicklung der Anforderungen für das Wachstum des Umfangs des Personen- und Güterverkehrs ist es bereits klar, dass er in der gegenwärtigen Konfiguration auch nach der Fertigstellung der laufenden Bauten keine ausreichende Kapazität aufweisen wird.
Hinzu kommt, dass die geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken, in der Tschechischen Republik als Schnelle Verbindungen (Rychlá spojení, RS) bezeichnet, in den Eisenbahnknotenpunkt der Metropole einmünden werden. Gleichzeitig setzt die Prager Verwaltung auf eine stärkere Ausnutzung der bestehenden reinen Güterverspätungen durch die Einführung weiterer Stadtbahnlinien. Dies alles sind Probleme, die durch die Machbarkeitsstudie ŽUP angegangen werden sollen. Es wird angestrebt, die Vorbereitung der Lösung der oben genannten Knotengrenzen in enger Abstimmung mit der Vorbereitung der Schnellverbindungen RS sicherzustellen.
Der führende Teilnehmer von Seiten des ausgewählten Bieters ist Mott MacDonald CZ. Der öffentliche Auftrag wurde in einem offenen Verfahren nach der BVA/BVP-Methode ausgeschrieben, bei dem neben dem Angebotspreis auch andere Kriterien entschieden - fachliches Niveau, Risikoidentifikation und -management, Mehrwert und die Fähigkeit, zu den vorgegebenen Projektzielen des Auftraggebers beizutragen.
Kommentar: Im Jahre 2000 wurde der Zentralgüter- und Rangierbahnhof Prag-Vršovice stillgelegt, 2016 folgte der Zentralgüterbahnhof Praha-Žižkov. Die Güterbahnhöfe Praha-Bubny und Smíchov ebenfalls. Jetzt gibt es keine Kapaziten mehr. Nach dem Wende fehlte im ehemaligen Ostblock und der DDR ebenso wie im Westen eine Verkehrpolitik mit Vision. Jetzt muss nachgeplant werden.
WKZ, Martin Kubík, Quelle Správa železnic




