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Montag, 21 Dezember 2020 15:53

Österreich: Rund 900 Mio. EUR für Regionalstadtbahn und Lokalbahn

sab1salz
Fotos Land Salzburg/Franz Neumayr, Die Rote Elektrische/archipicture D.Tollerian..

Klimaschutzministerium, Land Salzburg und Stadt Salzburg haben heute ein umfangreiches Paket für den Öffentlichen Verkehr fixiert, ein historischer Schritt für das Bundesland. Unterzeichnet wurden Rahmenverträge für den Bau der Regionalstadtbahn, den Ausbau des Lokalbahn-Nordastes, erstmals seit zehn Jahren eine gemeinsame Investition von Bund und Land in die Pinzgauer Lokalbahn sowie die Umsetzung des 1-2-3-Klimatickets.  

Der zentrale Meilenstein des historischen Pakets für den öffentlichen Verkehr in Salzburg ist die Rahmenvereinbarung für die Regionalstadtbahn. Schon im Jahr 2023 soll Baubeginn für den ersten Abschnitt bis zum Schloss Mirabell sein. Auch für die weiteren Ausbaustufen und Planungsschritte hat das Klimaschutzministerium zugesichert, die Hälfte der Kosten zu finanzieren.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer unterschrieb heute das Übereinkommen mit dem Bund, vertreten von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, Verkehrslandesrat Stefan Schnöll und Salzburg Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler. „Die klimafreundliche Mobilitätswende spielt eine zentrale Rolle, um für nachfolgende Generationen einen bedeutsamen Mehrwert zu generieren. Die Realisierung der Regionalstadtbahn stellt für uns eines der größten Zukunftsprojekte im Verkehrsbereich dar“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Eckpunkte der historischen Vereinbarung

Besiegelt wurden heute gemeinsame Investitionen von rund 900 Millionen Euro für die Planung und den Ausbau der Salzburger Lokalbahn. Die Eckpunkte der historischen Vereinbarung auf einen Blick:

• Baubeginn Regionalstadtbahn 2023
• Ausbau des Nordastes der Salzburger Lokalbahn – Baubeginn 2021
• Acht Millionen Euro-Investition in Pinzgauer Lokalbahn bis 2025
• 1-2-3 Klimaticket: Alle Öffis in Österreich um 1.095 Euro pro Jahr

„Die Verlängerung der Salzburger Lokalbahn ist nun endlich auf Schiene. Unsere intensiven Vorarbeiten machen sich jetzt bezahlt. Der Bund hat uns heute vertraglich eine Mitfinanzierung von jedenfalls 50 Prozent zugesagt. Wir rechnen mit einem Baubeginn 2023. Nach dem ersten Schritt bis zum Schloss Mirabell planen wir die Strecke durch die Stadt bis in den Süden nach Hallein. Damit schaffen wir eine attraktive Schienen-Verbindung zwischen Nord und Süd. Das bringt vor allem für die vielen Pendler enorm attraktive Anbindungen und eine Alternative für die Staugeplagten“, so Verkehrslandesrat Stefan Schnöll, der sich ausdrücklich bei Bundesministerin Leonore Gewessler für das gute Miteinander bedankt.

„Hier haben wir gemeinsam wirklich Großes geschafft. Die Verlängerung der Salzburger Lokalbahn kommt, die Salzburgerinnen und Salzburger profitieren von einem besseren Angebot und von einem günstigen Ticket. Mit dem 1-2-3-Klimaticket um 1.095 Euro ein Jahr lang bequem mit allen Öffis durch ganz Österreich – und das schon 2021“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Investieren für Wirtschaft und Beschäftigung

„Gerade in Krisenzeiten ist es enorm wichtig, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken und mit Entschlossenheit zu handeln. Daher halten wir in der Salzburger Landesregierung an unserem Weg fest, durch Investitionen und zentrale Weichenstellungen klare Schwerpunkte zu setzen“, so Landeshauptmann Haslauer für den „Investitionen das beste Mittel für Wirtschaft und Beschäftigung“ sind.

„Der Verkehr ist Klimasünder Nummer 1 in Österreich. Es freut mich, dass uns jetzt ein wichtiger Schritt im Ausbau des Öffentlichen Verkehrs in Salzburg und damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz gelungen ist. Bei der Mobilitätswende und im Klimaschutz kommen wir nur voran, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Genau das passiert nun mit der starken Achse Bund, Land und Stadt. Wenn wir in diese Richtung mit erhöhtem Tempo weitergehen, schaffen wir es, Salzburg bis zum Jahr 2050 klimaneutral, energieautonom und nachhaltig zu machen“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Barbara Unterkofler, Vizebürgermeisterin der Stadt Salzburg betont, dass nun alle Ebenen bei diesem wichtigen Projekt an einem Strang ziehen. Das beweise auch, dass seit 2018 im Gemeinderat der Stadt Salzburg jeder Beschluss einstimmig gefasst werden konnte. „Der Verkehr endet nicht an der Stadtgrenze, sondern wird auch vom Umland maßgeblich beeinflusst. Umso wichtiger ist dieser enge Schulterschluss zwischen Stadt und Land. Die Verlängerung der Lokalbahn, mit der langfristigen Einbindung aller Gleisrelationen, wird nicht nur den Verkehr deutlich entflechten und entlasten, sondern auch Klima und Umwelt werden deutlich profitieren. In Verbindung mit den zahlreichen weiteren Maßnahmen, die wir derzeit bearbeiten sieht man: Die Mobilitätswende in Salzburg ist auf dem Weg“, so Unterkofler.

Der Fahrplan für die Investitionen im Überblick

• Baubeginn Regionalstadtbahn 2023
• Baumaßnahmen zum Neubau der 1. Teilstrecke Lokalbahnhof Salzburg - Mirabellplatz bis 2025
• Planungstätigkeiten Teilprojekt Anbindung Messebahn
• Planungstätigkeiten und multilaterale Abstimmungen zum Teil 2 des Gesamtprojektes (Mirabellplatz - Salzburg Süd)
• Weitere Planungstätigkeiten für das Gesamtprojekt (Teil 2 „Mirabellplatz – Salzburg Süd“, Teil 3 „Salzburg Süd – Hallein“)
• Die Vorarbeiten für die Teile 2 und 3 werden parallel zur Einreichplanung Teil 1 gestartet, mit dem Ziel eine zügige Fertigstellung des Gesamtprojektes sicherzustellen.
• Ausbau des Nordastes der Salzburger Lokalbahn – Baubeginn 2021

Ausbau Nordast Salzburger Lokalbahn auf einen Blick

• Bestandsicherung inklusive neuem Sicherungssystem
• Errichtung eines neuen Betriebswerks im Bereich Bergheim/Anthering mit Anschluss
• Neubau Bahnhof Bürmoos mit zweigleisiger Ausfahrt
• Neubau Bahnhof Itzling
• Zweigleisiger Ausbau Itzling – Muntigl – Siggerwiesen
• Neubau Bahnhof Bergheim

Pressemeldung Land Salzburg

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