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Montag, 11 Januar 2021 09:00

Tschechien: Die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Praha-Běchovice - Poříčany wird von einem tschechisch-französisch-britischen Konsortium geplant

Die Dokumentation für den Planfeststellungsbeschluss (DÚR) und die Dokumentation für die Umweltverträglichkeitsprüfung (EIA) der Hochgeschwindigkeitsstrecke (Vysokorychlostní trať) VRT Polabí zwischen Praha-Běchovice und Poříčany wird für die Eisenbahnverwaltung von dem tschechisch-französisch-britischen Joint-Venture Sudop Praha, Egis Rail und Mott MacDonald erstellt.

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Die tschechische Bahnverwaltung Správa železnic wählte aus vier Angeboten von internationalen Verbänden aus. Das Angebot der siegreichen Vereinigung erhielt nicht nur die meisten Punkte bei den qualitativen Indikatoren, darunter z.B. das allgemeine fachliche Niveau, die Risikoidentifizierung und das Risikomanagement oder der Mehrwert, sondern bot auch den niedrigsten Preis für die Bearbeitung beider Unterlagen in Höhe von 184,6 Mio. CZK.

Die Fertigstellung der Planungsarbeiten in dieser Phase wird für Mitte 2022 erwartet. In Abhängigkeit insbesondere von der Genehmigung der Aktualisierung des Raumordnungsgesetzes im Středočeský kraj (Mittelböhmische Region), beabsichtigt die Eisenbahnverwaltung dennoch, den Planfeststellungsbeschluss selbst zu erwirken.

Der Abschluss eines Vertrages über Planungsarbeiten ist ein wichtiger Meilenstein in der Vorbereitung von Hochgeschwindigkeitsstrecken in der Tschechischen Republik, weil der bearbeitete Planfeststellungsbeschluss (DÚR) den genauen Verlauf der zukünftigen Strecke entwerfen und konkrete Grundstücke festlegen wird, die für ihren Bau benötigt werden. Die VRT Polabí wird der erste Abschnitt zweier zukünftiger Hochgeschwindigkeitsstrecken sein, nämlich der nationalen Verbindung Prag - Brno und der internationalen Verbindung Prag - Hradec Králové - Wrocław.

Der Abschnitt der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke wird am westlichen Ende am Bahnhof Prag-Běchovice an das bestehende Eisenbahnnetz angeschlossen und am östlichen Ende an die Strecken Poříčany - Pečky und Sadská - Nymburk. Darüber hinaus wird die heutige Strecke Sadská - Nymburk einer bedeutenden Modernisierung unterzogen. Diese Verbindungen zwischen VRT und den Bestandsstrecken werden eine starke Nutzung der neuen Infrastruktur vor der Fertigstellung des größeren VRT-Netzes ermöglichen. Sie wird von fast allen Fernverkehrszügen aus Prag in Richtung Osten genutzt werden - zum Beispiel von Schnellzügen aus Prag in Richtung Kolín und Pardubice oder in Richtung Nymburk und Hradec Králové. Diese Züge machen Platz frei für den weiteren Ausbau eines attraktiven Vorortverkehrs zwischen Prag, Český Brod und Poříčany.

Die neue Strecke wird viergleisig sein. Der Beginn der Bauarbeiten wird für 2025 erwartet, die Inbetriebnahme für 2028 - 2029.

WKZ, Martin kubík, Quelle Správa železnic

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