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Montag, 11 Januar 2021 07:00

Tschechien: Die Eisenbahnverwaltung hat den Siegerentwurf für den neuen Hochgeschwindigkeitsterminal Praha východ ausgewählt

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Fotos Správa železnic.

Zum architektonischen und städtebaulichen Wettbewerb für das erste Hochgeschwindigkeitsterminal Praha východ in der Tschechischen Republik wurden insgesamt 21 Entwürfe von tschechischen und ausländischen Architekturbüros eingereicht. Sieger des Wettbewerbs wurde der Entwurf "MP + ov Nehvizdy 2020" des Autorenduos Jiří Opočenský und Štěpán Valouch.

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Von Anfang September bis Ende November vergangenen Jahres hatten die Architekten die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit Stadtplanern und Verkehrsingenieuren den genauen Standort sowie die Außen- und Innengestaltung des neuen Hochgeschwindigkeits-Bahnhofs an der Prager Außengrenze zu entwerfen, einschließlich Parkplätzen für 3.000 Autos und regionalen Busverbindungen. Die Vorschläge wurden von einer Jury bewertet, die sich aus sechs unabhängigen Architekten, zwei Vertretern der Eisenbahnverwaltung Správa železnic und dem Bürgermeister der Stadt Nehvizd zusammensetzte, in deren unmittelbarer Nähe der neue Bahnhof entstehen wird.

Der zweite Platz gehört dem Entwurf "ra15 a.s." des Autorenteams Radek Lampa, Libor Hrdoušek, Max Petricov, Daria Vlasova, Erik Sovet und Daniil Solovev. Den dritten Platz belegte ein Vorschlag der polnischen Firma SBS Engineering Group Sp. Z o. O., entworfen vom Architekten Maher Matar. Darüber hinaus lobte die Jury auch diese beiden Vorschläge für ihre Originalität und Qualität.

Der geplante Terminal mit dem Arbeitsnamen Praha východ (Prag-Ost) wird vor allem die Bewohner des nordöstlichen Teils der Mittelböhmischen Region (Středočeský kraj) und der angrenzenden Gebiete der Hauptstadt bedienen. Der Zweck des Baus dieses peripheren Bahnhofs besteht vor allem darin, den Bewohnern dieses Gebiets die Möglichkeit zu geben, den Hochgeschwindigkeitsverkehr der Bahn zu nutzen, ohne ins Zentrum der Metropole fahren zu müssen.

Nach ausländischen Erfahrungen ist zu erwarten, dass der Terminal Praha východ zu einem Impuls für die Entwicklung der Umgebung wird. Deshalb hatte der Architekturwettbewerb auch einen zweiten, städtebaulichen Teil, in dem die Wettbewerbsteams die weitere Umgebung des Terminals entwickelten. Die Vorschläge untersuchten mehrere mögliche Ansätze, von einer relativ dichten städtischen Bebauung bis hin zur offenen Landschaft, sowie eine schrittweise Transformation von einem Bahnhof in der offenen Landschaft zum Zentrum der neuen Stadt. Die Diskussion über die Einbindung des neuen Bahnhofs wäre ohne so viele unterschiedliche Perspektiven nicht möglich und wird sicherlich auf der Ebene der Region und der umliegenden Gemeinden weitergeführt. Die Bahnverwaltung wird alle eingereichten Vorschläge in Form einer Online-Ausstellung präsentieren.

WKZ, Martin kubík, Quelle Správa železnic

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