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Donnerstag, 14 Januar 2021 10:00

Spanien: Die Regierung genehmigt die Ausschreibung zur Installation der Oberleitung im Abschnitt Zaragoza - Teruel

teruel
Foto Adif.

Mit einem geschätzten Ausschreibungswert von mehr als 42 Mio. EUR (ohne MwSt.) und einer geschätzten Ausführungsdauer von 24 Monaten ist geplant, die Oberleitung auf dem Abschnitt Zaragoza - Teruel mit einer 2x25 kV-Versorgung zu installieren, die für Höchstgeschwindigkeiten von 200 km/h geeignet ist. Die Elektrifizierung der Strecke Zaragoza - Teruel - Sagunt ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen der Maßnahmen des Masterplans für diese Strecke als strategische Achse des Korridors Kantabrien-Mittelmeer.

Der Ministerrat hat in seiner Sitzung am 12.01.2021 das Ministerium für Verkehr, Mobilität und städtische Agenda (Mitma) ermächtigt, über Adif die Arbeiten des Projekts zur Installation der Oberleitung im Streckenabschnitt Zaragoza - Teruel mit einem geschätzten Ausschreibungswert von 42.588.953,79 Euro (ohne Mehrwertsteuer) auszuschreiben.

Die Elektrifizierung der Strecke Zaragoza - Teruel - Sagunt ist eines der wichtigsten Projekte im Rahmen des Masterplans dieser Strecke als strategische Achse des Korridors Kantabrien-Mittelmeer. Auf diese Weise wird der Verwirklichung dieses Plans, dessen Gesamtinvestition sich auf mehr als 386 Mio. EUR belaufen wird, ein bedeutender neuer Impuls verliehen.

Das Projekt mit einer geschätzten Ausführungsdauer von 24 Monaten umfasst die Montage der Oberleitung für die Elektrifizierung vom Abzweig Teruel in Zaragoza über Caminreal zum Bahnhof Teruel. Die Oberleitung wird mit 2x25 Kv in Wechselstrom (wie bei Hochgeschwindigkeitsstrecken) gespeist, geeignet für Höchstgeschwindigkeiten von 200 km/h.

Arbeiten zur Ertüchtigung der Strecke

Für die Montage der Oberleitung in diesem Abschnitt, in dem sich 13 Bahnhöfe, 10 Tunnel und 85 Überführungen befinden, gehören zu den Hauptmaßnahmen die Errichtung von Fundamenten für die Oberleitungsmasten und das Verlegen der Trag- und Fahrdrähte. Um die Oberleitung entlang des Abschnitts Zaragoza-Teruel speisen zu können, sind entlang der Strecke Umspannwerke und Spartransformatoren geplant.

Diese Bauten reihen sich in die bereits durchgeführten ein, wie z. B. die Arbeiten an 11 Bauwerken zur Erhöhung der Tragfähigkeit auf 22,5 t, die Beseitigung von 15 temporären Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Verbesserung von 5 Böschungen. Dank der bereits umgesetzten Projekte ist die Anzahl der Güterzüge von 3 im Jahr 2017 auf derzeit durchschnittlich 30 pro Woche gestiegen.

Derzeit wird auch am Bau von 7 Anschlussgleisen gearbeitet, wo zudem Projekte zur Anpassung der Sicherheitsanlagen durchgeführt werden. Darüber hinaus hat Adif bereits den Auftrag für die Ausarbeitung der Projekte zur Vergrößerung des Lichtraumprofils oder der Abmessungen der Tunnel und Überführungen der Strecke erhalten, Maßnahmen, die für die Elektrifizierung auf 25 kV erforderlich sind.

Darüber hinaus wird an den Projekten für die Ausführung neuer Sicherheits- und Kommunikationseinrichtungen sowie des Verkehrsmanagements gearbeitet, die die Verkehrskapazität der Strecke weiter erhöhen werden. Auf diese Weise werden alle im Investitionsplan vorgesehenen Maßnahmen durchgeführt, die die Wettbewerbsfähigkeit dieser Strecke als strategische Achse des Korridors Kantabrien-Mittelmeer sicherstellen sollen.

Strategische Achse

Ziel des Plans ist es, den Zustand der aktuellen Infrastruktur deutlich zu verbessern, um diesen Abschnitt des Korridors Kantabrien-Mittelmeer weiter zu fördern, insbesondere für den Güterverkehr, indem der Verkehr von 750 m langen Zügen ermöglicht und die Verbindungen mit den Logistikzentren und Häfen dieser strategischen Eisenbahnachse erleichtert werden, die von großer Bedeutung ist, da sie durch Gebiete verläuft, die 21 % des BIP des Staates ausmachen.

Nach Fertigstellung des gesamten Plans wird die Strecke eine höhere Verkehrskapazität haben, die Fahrzeiten werden sich sowohl für Passagiere als auch für Güter erheblich verkürzen, die Wettbewerbsfähigkeit des Güterverkehrs wird verbessert, die maximale Fahrgeschwindigkeit wird erhöht, die Transporteffizienz wird gesteigert, es können elektrische Züge eingesetzt werden, wodurch die Emissionen reduziert werden, die Zuverlässigkeit und die Komfortparameter werden verbessert, die Wahrscheinlichkeit von Zwischenfällen wird verringert und die Strecke wird vollständig interoperabel mit dem Atlantik- und dem Mittelmeerkorridor betrieben werden können.

Europäische Mittel

Diese Maßnahme kann durch den Mechanismus "Connecting Europe" (CEF) kofinanziert werden.

WKZ, Michael Laudahn, Quelle Mitma

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