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Donnerstag, 14 Januar 2021 18:39

Dänemark: Zwischenfall verursacht sofortigen Stopp für Lkw-Anhänger auf Güterzügen über den Großen Belt

Die dänische Havariekommission untersucht erneut einen Zwischenfall mit einem Güterzug auf der Brücke über den Großen Belt (Storebæltsbroen), nachdem auf einem Taschenwagen ein verschobener Lkw-Anhänger entdeckt wurde. Alle Transporte von Trailern auf Taschenwagen über den Großen Belt werden bis auf Weiteres gestoppt.

dsb
Grafik WKZ.

Am Mittwochnachmittag alarmierte ein Bürger die Polizei, dass ein LKW-Anhänger auf dem Weg über die Lavbroen (Vestbroen) in Richtung Fünen gewackelt hätte. Der Zug wurde in Nyborg gestoppt, wo man feststellte, dass dieser Anhänger der Brauerei Carlsberg nicht im Verriegelungsschemel befestigt war. Alle ähnlichen Transporte von Carlsberg über den Großen Belt wurden sofort gestoppt, und die Havariekommission untersucht nun die Angelegenheit. Die Agentur für Verkehr, Bau und Wohnungswesen hat ein vorübergehendes generelles Verbot zum Transport von Sattelaufliegern auf Taschenwagen auf der Strecke über den Großen Belt veröffentlicht.

"Vor zwei Jahren löste ein loser Lkw-Anhänger auf einem Güterwaggon eine Tragödie auf der Brücke über den Großen Belt aus. Daher ist es auch klar, dass es mir kalt den Rücken herunterläuft, wenn solch ein neuer Vorfall auftaucht, der Erinnerungen daran wachruft. Es ist noch zu früh, um etwas über die Ursache zu sagen oder zu erahnen, was hätte passieren können, wenn es den Unfall gegeben hätte. Gleichzeitig ist klar, dass der Güterverkehr nicht wie gewohnt weitergeführt werden kann, bis mehr Erkenntnisse über den Vorfall vorliegen. Deshalb werden alle Transporte mit LKW-Anhängern über den Großen Belt gestoppt, und ich habe darum gebeten, dass es innerhalb weniger Tage einen Plan gibt, wie die nächsten Schritte in Bezug auf eine gründliche Überprüfung der Sicherheit aussehen sollen", sagt Verkehrsminister Benny Engelbrecht.

Der Vorfall ereignete sich auf einem Waggon von DB Cargo auf dem Weg von Høje Taastrup zur Carlsberg-Brauerei in Fredericia. Zum Zeitpunkt des Vorfalls fuhren alle Güterzüge aufgrund des Windes mit einer reduzierten Geschwindigkeit von 80 km/h. Die Havariekommission untersucht nun den Fall.

DB Cargo Scandinavia nahm gegenüber TV2 den Vorfall sehr ernst: "Wir freuen uns, dass die Havariekommission eine förmliche Untersuchung einleitet und den Behörden alle erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stellt."

Schon vor zwei Jahren hat ein nicht richtig befestigter LKW-Anhänger auf einem Taschenwagenauf der Brücke über den Großen Belt gelöst und war mit einem entgegen kommenden Triebwagen zusammen geprallt.

WKZ, Quelle Transport- og Boligministeriet

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Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Januar 2021 22:27

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