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Dienstag, 28 November 2017 12:32

Belgien: 54 Mio. Euro für Investitionen in den Schienengüterverkehr

Der belgische Mobilitätsminister François Bellot (MR) bekräftigte sein Engagement für die Unterstützung des Schienengüterverkehrs. In seiner Anmerkung zur Haushaltspolitik für 2018 hat Bellot nach Angaben des belgischen Wirtschaftsblattes L'Echo dargelegt, in den folgenden vier Jahren rund 54 Mio. Euro dem Schienengüterverkehr zukommen lassen zu wollen.

• 13,9 Mio. Euro im Jahr 2017
• 13.5 Mio. im Jahr 2018
• 13.3 Mio. im Jahr 2019
• 13.2 Mio. im Jahr 2020.

"Trotz der in den letzten Jahren unternommenen Anstrengungen zeigen verschiedene Studien, dass der Anteil der Schiene am Güterverkehr von und nach belgischen Seehäfen eher bescheiden ist und daher verbessert werden kann. Deshalb hielt ich es für notwendig, die Unterstützung sowohl für den Einzelladungs- als auch für den kombinierten Verkehr auszuweiten", bemerkte er.

Die Zahlen des Infrastrukturbetreibers Infrabel zeigen, dass sich der Güterverkehr auf dem belgischen Schienennetz in der Tonnage im Wachstum befindet. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt fast 52 Mio. t Fracht auf dem Netz transportiert, vor allem zu den Seehäfen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der tatsächlich auf dem Netz befahrenen Trassen im Jahr 2016 auf rund 1,5 Millionen bzw. 4.167 Trassen pro Tag. Diese Güterzüge bedeuten eine Einsparung von 3 Mio. LKW auf der Straße. Die entsprechende Analyse für den Personenverkehr nennt 155 Mio. Fahrzeuge, die auf der Straße durch den Bahnverkehr entfallen.

"An der Schnittstelle wichtiger europäischer Güterverkehrskorridore und im Kontext eines seit 2007 liberalisierten Marktes für den Schienengüterverkehr müssen Seehäfen und Eisenbahnen als Partner für eine nachhaltige, sichere und zuverlässige Mobilität in unserem Land zusammenarbeiten", sagte Bellot.

Nach den Zahlen der Flämischen Hafenbehörde, die von Minister Bellot vorgelegt wurden, wurden im Jahr 2014 91,3 Mio. Euro in die Schieneninfrastruktur für den Güterverkehr in Seehäfen investiert. Der Hafen von Antwerpen hat mit 57,3 Mio. Euro (62,8 % des Gesamtvolumens) den größten Anteil der Eisenbahninvestitionen in Seehäfen übernommen. Auf die Häfen Gent und Zeebrugge entfielen 19,2 Mio. Euro (21%) bzw. 14,5 Mio. Euro (15,9%). Der Restbetrag von 323.758,70 Euro wurde dem Hafen von Ostende zugewiesen.

WKZ, Quelle L'Echo

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