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Montag, 18 Januar 2021 09:00

Schweden: Hector Rail will über die EU Kapitalspritze an Green Cargo verhindern

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Fotos Peter Pohlmann.

Hector Rail wird sich wahrscheinlich an die EU wenden, um die Kapitalspritze von 1,4 Mrd. SEK (130 Mio. EUR) des schwedischen Staates für Green Cargo zu stoppen.

"Wir halten es für völlig falsch, dass Green Cargo eine Kapitalspritze vom schwedischen Staat erhält", sagt Claes Scheibe, CEO von Hector Rail gegenüber Jarnvagar.nu. "Das verzerrt den Wettbewerb und verzögert notwendige Rationalisierungen in dem staatlichen Unternehmen."

Kurz vor dem Weihnachtswochenende setzte das Parlament den von der Regierung im September gefassten Beschluss einer Kapitalspritze für die staatliche Green Cargo in Höhe von 1,4 Mrd. SEK um. Gleichzeitig hat der Riksdag beschlossen, einen speziellen Umweltausgleich für Güterbahnunternehmen einzuführen.

Schon im Herbst versuchte Hector Rail, die Entscheidung über eine Kapitalzuführung zu stoppen. Das Management von Hector Rail schrieb einen scharf formulierten Brief an den Minister für Handel und Industrie Ibrahim Baylan und den Minister für Infrastruktur Tomas Eneroth.

"Wir haben überhaupt keine Reaktion erhalten", ergänzte Claes Scheibe. "Niemand war sonderlich daran interessiert, uns zuzuhören, und die Regierung fuhr fort, ihr eigenes Rennen zu fahren. Die einzige Möglichkeit, die Kapitalspritze nachträglich zu stoppen, ist, dass wir mit einer Mitteilung zur EU gehen. Das kann bedeuten, dass die EU ihre Augen dafür öffnet, wie die schwedische Regierung und der Riksdag handeln."

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Jarnvagar.nu

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