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Dienstag, 19 Januar 2021 12:28

Schweden: Nach Brückensperrung - Intermodalzüge mit Stena Line direkt nach Schweden verschifft

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Fotos Stena Line.

Nachdem die Brücke über den Großen Belt in Dänemark für Intermodalzüge bis Ende Januar gesperrt wurde, verschifft Stena Line nun auch diese als Direktverkehre auf der Eisenbahnfährroute zwischen Trelleborg und Rostock. Mit den größten Eisenbahnfähren der Welt stellt Stena Line hier die letzte Schienenalternative zu den festen Querungen im Verkehr zwischen Deutschland und Schweden bereit. Eine nun veröffentlichte Untersuchung der schwedischen Regierung bestätigt die strategische Bedeutung der Route.

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Nachdem ein Trailer nicht vorschriftsmäßig befestigt war, und bei voller Fahrt vom Zug zu kippen drohte, hat die dänische Regierung die Große Belt-Brücke vorerst bis zum 27. Januar für Intermodalzüge gesperrt. Auf der Eisenbahnfährroute Rostock-Trelleborg hat Stena Line daher erstmals auch Intermodalzüge als konventionelle Züge nach Schweden verschifft, und somit ihr nachhaltiges Alternativangebot zur Straße weiter gestärkt. Während des dritten Januarwochenendes konnten somit 30% mehr Direktzüge über die Route Rostock-Trelleborg verschifft werden.

„Zeit ist Geld, und wir mussten schnell reagieren als die Nachricht der Brückensperrung kam. Wir haben auf beiden Fähren, der MS Mecklenbrug-Vorpommern und der MS Skåne jeweils 1 Kilometer Gleiskapazität und fahren bis zu 40 mal pro Woche hin und her. Damit können wir einen starken Beitrag dazu leisten, dass Güterzüge ohne Umladestop über den ganzen Kontinent hinweg rollen können, auch wenn der Landweg mal ausfällt“, sagt Katrin Verner, Freight Commercial Manager Stena Line.

„Natürlich ist es leichter, Bahntransporte über die Fähren mit Vorlauf zu planen, damit beispielsweise Rangierkapazitäten vorgehalten werden. Unser Anspruch ist aber beides – einen volleren Fahrplan an konventionellen Zügen für die Fähren zu bekommen, und in guter Kooperation mit unseren Partnern vor Ort kurzfristige Direktverkehre zur See realisieren zu können“, ergänzt Ron Gerlach, Trade Director und Geschäftsführer Stena Line Deutschland.

Die strategische Bedeutung der Eisenbahnfährverbindung Rostock-Trelleborg für den Güterverkehr zwischen Deutschland und Schweden hat nun auch die schwedische Regierung in einer gerade fertiggestellten Untersuchung festgestellt. Sowohl aus Sicht der Transporteure als auch aufgrund der Versorgungssicherheit des Landes muss eine Zwei-Wege-Strategie im Güterverkehr mit einer Transportalternative zum Landweg durch Dänemark sichergestellt werden. Die schwedische Regierung evaluiert nun verschiedene Modelle um die Fährverbindung zu unterstützen.

„Eisenbahnfährverkehre vorzuhalten ist deutlich teurer als reguläre Fährverkehre, und Schweden und Deutschland sollten ein Interesse daran haben, die einzige Alternative zu den festen Querungen zu pflegen. Auch aus Gründen der Nachhaltigkeit muss der Eisenbahngüterverkehr in Europa deutlich gestärkt werden, und hier leisten wir einen wichtigen Beitrag. In diesen Tagen haben wir gezeigt, dass auf uns auch dann Verlass ist, wenn es mal schnell gehen muss – und wir sehen dies als gutes Zeichen für unseren gestärkten Fokus auf logistische Kooperationen, den wir ab diesem Jahr an unserem neuen Standort Hamburg setzen werden“, schließt Ron Gerlach.

Pressemeldung Stena Line

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