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Mittwoch, 20 Januar 2021 10:30

Niederlande: Jeder sechste Reisende rechnet nach Corona damit, weniger mit der Bahn zu fahren

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Foto NS.

Nach der Corona-Krise erwartet jeder sechste Fahrgast, weniger mit der Bahn zu reisen. Dies geht aus einer Untersuchung von der niederländischen Staatabahn NS und der TU Delft unter mehr als 23.000 Fahrgästen hervor. Die Reisenden erwarten, mehr von zu Hause aus zu arbeiten oder haben sich bereits ein alternatives Transportmittel wie ein Auto angeschafft.

Pendler denken nach der Corona-Krise im Schnitt drei Tage pro Woche an den Weg zur Arbeit. Acht Prozent der befragten Pendler denken, dass sie überhaupt nicht mehr zur Arbeit fahren werden. "Die Menschen, die mit der Bahn zur Arbeit fahren, machen die Hälfte unseres Gesamtumsatzes aus", sagt Tjalling Smit, NS-Vorstand. "Wenn diese Gruppe anfängt, auch nur einen Tag pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten, bedeutet das sofort zehn Prozent weniger Umsatz für NS. Unsere Margen sind begrenzt, daher ist ein solcher Schlag für uns schwer zu verkraften."

Dienstag und Donnerstag beliebt

Vor allem dienstags und donnerstags wird bei Pendlern bald der Weg zur Arbeit beliebt sein. Montags wird der dritte Platz belegt. "Hier liegt eine echte Herausforderung. Nach der Krise dürfen wir nicht in die alte Gewohnheit zurückfallen, dass alle gleichzeitig mit dem Zug fahren", meint Smit. "Es ist wichtig, mit Unternehmen, Schulen und anderen Organisationen Absprachen über die Tage zu treffen, an denen die Menschen zur Schule und ins Büro fahren, um stark frequentierte Tage mit hohem Verkehrsaufkommen zu vermeiden."

Freizeitreisende

Ein anderes Bild zeigt sich bei den Freizeitreisenden. Rund 75 Prozent der befragten Freizeitreisenden erwarten, dass sie nach der Krise ihr altes Reiseverhalten wieder aufnehmen werden. Rund dreißig Prozent der Freizeitreisenden erwarten zudem, dass sie vorübergehend mehr mit der Bahn reisen werden, um verschobene Tagesausflüge nachzuholen.

Sicher

Zwei Drittel der befragten Reisenden geben an, dass sie sich derzeit im Zug und am Bahnhof sicher fühlen. Die Unterstützung für das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist nach wie vor hoch: 82 Prozent der Reisenden sind bereit, im Zug einen Mundschutz zu tragen und 79 Prozent am Bahnhof.

Zwanzig Prozent der Passagiere

Seit der zweiten Sperrung fahren wochentags durchschnittlich zwanzig Prozent der üblichen Anzahl von Personen mit der Bahn. Mehr als die Hälfte der befragten Reisenden gibt an, dass sie derzeit den Zug meiden, weil sie keine notwendige Fahrt machen müssen und Menschenmassen vermeiden wollen.

WKZ, Quelle NS

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