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Dienstag, 26 Januar 2021 17:10

Niederlande: Krawalle im Bahnhof Eindhoven Centraal

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Fotos ProRail, NS.

Auf Anordnung der Polizei wurde der Bahnhof Eindhoven am Sonntag Nachmittag aufgrund von Protesten geschlossen. Im Bahnhofsgebäude wurde randaliert und die Geschäfte am Bahnhof wurden geplündert. Ein ProRail-Auto wurde ebenfalls mutwillig beschädigt und in Brand gesetzt.

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Fotos Studio 040 / Chris Bakker, NS.

Der gerade renovierte Hauptbahnhof von Eindhoven war am Sonntagnachmittag das Ziel einer randalierenden Menge. Die traurigsten Tiefpunkte waren, als ein Notfall-Wagen von ProRail umgestürzt und in Brand gesetzt wurde, digitale Reiseinformationsschilder zerstört wurden, das Bahnhofsklavier demoliert wurde, der örtliche Einkaufsladen geplündert und die Fenster an der Mittelseite des Gebäudes eingeschlagen wurden.

Die auf dem Bahnhof anwesenden Kollegen wurden nach Angaben der niederländischen Staatsbahn geschockt, sind aber glücklicherweise wohlauf. Wegen der Einstellung des Zugverkehrs am frühen Nachmittag gab es fast keine Fahrgäste mehr am Bahnhof.

Präsidentin Marjan Rintel: "Was für eine schreckliche Situation in Eindhoven. Wir waren alle fassungslos darüber. Zum Glück konnten sich unsere Kollegen rechtzeitig in Sicherheit bringen, aber das hat niemanden kalt gelassen. Der Bahnhof ist ein Scherbenhaufen. Mein Dank geht an die Einsatzkräfte. Der Bahnhof sollte ein sicherer Ort für Kollegen und Fahrgäste sein. Wir fahren für die Menschen, die eine entscheidende Rolle im Kampf gegen das Coronavirus spielen. Sie müssen in der Lage sein, sicher nach Hause zu kommen.

Auch der Infrastrukturverwalter ProRail zeigte sich bestürzt über die Schäden, die bei den Anti-Corona-Krawallen in Eindhoven am Sonntag, 24. Januar, entstanden sind und spricht von "einer beispiellosen und wirklich skandalösen Weise". Nachdem die schlimmsten Trümmer weggeräumt waren, konnte die Station noch am selben Abend wieder geöffnet werden. Es wird Wochen dauern, bis alle Schäden behoben sind.

In den niederländischen Medienorganen werden die Ursachen und Reaktionen auf die Zwischenfälle diskutiert.

WKZ, Quelle NS, Pro Rail

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