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Donnerstag, 28 Januar 2021 08:00

Estland: Neuer Eisenbahnminister kündigt 122,5 Mio. EUR an Investitionen im Eisenbahnjahr 2021 an

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Fotos Elron, Operail.

Im laufenden Europäischen Eisenbahnjahr werden Elron, Rail Baltic Estonia, Eesti Raudtee und Operail Investitionen und Entwicklungen für 122,5 Mio. EUR tätigen, um bessere Bedingungen für Bahnreisende zu schaffen und die Attraktivität des Schienennetzes für Eisenbahnunternehmen zu erhöhen.

"Das Europäische Jahr der Eisenbahn ist ein gutes Zeichen dafür, dass auch in Estland die 20er Jahre die Schwelle für mehr Eisenbahn sind. Eine schnelle und grüne Bahn ins Herz Europas wird fertiggestellt, die nationale Eisenbahn wird elektrifiziert und die Geschwindigkeit wird auf 160 km/h erhöht. Eine neue Strecke wird auch nach Rohuküla fertiggestellt und wir werden herausfinden, wie es möglich wäre, Tallinn und Helsinki als Zwillingsstädte mit der Bahn zu verbinden", sagte der Minister für Wirtschaft und Infrastruktur Taavi Aas. "Letztes Jahr haben wir Startpakete geschnürt, und dieses Jahr wollen wir mit Entwicklungen für 122,5 Millionen Euro einen Impuls setzen, um eine grünere, schnellere und sicherere Infrastruktur zu schaffen."

Das Europäische Jahr der Eisenbahn begann am 1. Januar. In diesem Jahr sollen die Vorteile des Schienenverkehrs als nachhaltiger, intelligenter und sicherer Verkehrsträger europaweit besonders hervorgehoben werden. Ziel des Eisenbahnjahres ist es, Menschen und Unternehmen zur Nutzung der Bahn zu motivieren, um durch gemeinsame Anstrengungen Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Elron hat dieses Jahr mit einer grünen Revolution begonnen und seine elektrischen Züge ausschließlich auf erneuerbare Energien umgestellt. Außerdem sind die neu bestellten Züge umweltfreundliche Elektrozüge, die Ende 2024, wenn die elektrifizierte Bahnstrecke Tallinn - Tartu fertiggestellt sein wird, auf die Strecke gehen werden. Elron hat auch den Fahrplan gestrafft und wird in diesem Jahr das Fahrkartensystem weiter verbessern, um den Fahrgästen mehr Flexibilität zu bieten und die Kartenzahlung in die Fahrkartenautomaten an Bord zu bringen.

Die Investitionen und Entwicklungen von Eesti Raudtee für fast 53 Mio. EUR im Jahr 2021 sollen mit der Elektrifizierung, der Modernisierung von Sicherheitssystemen, der Begradigung von Bahnstrecken, der Erhöhung der Kapazität von Bahnhöfen und dem Bau von Haltestellen mit mehr Komfort fortgesetzt werden. Auch der Ausbau der Bahnstrecke Turba - Rohuküla wird fortgesetzt, wobei die Projekte von Turba bis Risti abgeschlossen werden und die Planung von Risti bis Haapsalu beginnt. Eesti Raudtee konzentriert sich auch darauf, die gesamte Infrastruktur und ihre Bahnübergänge sicherer zu machen und die Verkehrsmanagementprozesse zu automatisieren.

Rail Baltic Estonia wird in diesem Jahr mindestens 45 Mio. EUR in den Bau investieren. In der ersten Jahreshälfte 2021 will Rail Baltic mit fast allen Landgemeinden, in denen die Haltestellen gebaut werden sollen, Kooperationsvereinbarungen unterzeichnen, um zügig mit Detailplanungen und Entwürfen beginnen zu können. Anfang des Jahres sollen auch die internationalen Passagierterminals von Tallinn und Pärnu gebaut werden, außerdem sollen Bauarbeiten für mindestens 14 Anlagen vergeben werden.

Die wichtigsten Stichworte der wichtigsten Projekte und Investitionen von Operail für 20,7 Mio. EUR im Jahr 2021 sind Umweltschutz, Einführung neuer Technologien und Effizienzsteigerung. Das Unternehmen wird die Vorarbeiten für den Bau der Wasserstofflokomotive fortsetzen und in diesem Jahr sechs neue modernisierte C30-M-Lokomotiven bauen. Darüber hinaus wird Operail mit dem Bau der ersten LNG-Streckenlokomotive im Baltikum und in der umliegenden Region beginnen. Operail plant außerdem, den Papierkram zu reduzieren und ein neues Frachtinformationssystem, RailCube, einzuführen. Außerdem arbeitet Operail weiter an der Entwicklung eines multimodalen Frachtdienstes, um mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen.

Das Estnische Ministerium für Wirtschaft und Kommunikation (MKM) finanziert die Rekonstruktion des Eisenbahnabschnitts zwischen Lelle und Pärnu, der der Eisenbahngesellschaft Edelaraudtee AS für den Materialtransport der Rail Baltica gehört, mit 5,8 Mio. EUR aus CEF-Mitteln (Connecting Europe Facility). Das MKM wird in diesem Jahr auch prüfen, ob und wie die Eisenbahnplanung in die Transportbehörde (Transpordiamet) integriert werden soll.

Mit dem Koalitionsvertrag hat die neue Regierung auch beschlossen, dem Tunnel Tallinn - Helsinki mehr Aufmerksamkeit zu schenken, um mit Finnland zu einer gemeinsamen Verständigung über das weitere Vorgehen zu kommen.

WKZ, Quelle Eesti Raudtee

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Letzte Änderung am Mittwoch, 27 Januar 2021 19:40

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