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Donnerstag, 30 November 2017 13:13

Belgien: SNCB will 4.400 Stellen bis 2022 abbauen

Der CEO der SNCB, Sophie Dutordoir, plant im neuen Businessplan, den Mitarbeiterbestand zwischen 2014 und 2020 um 4.400 Mitarbeiter zu reduzieren, berichten die Zeitungen De Tijd und L' Echo nach Konsultation von Dokumenten, die sich einerseits noch im Entwicklungsstadium befinden, andererseits durch die Wahlen 2019 beeinflusst werden könnten. Der Businessplan sieht einen Rückgang der Belegschaft von 20.628 Vollzeitäquivalenten (équivalents-temps plein, ETP) im Jahr 2014 auf 16.228 bis Ende 2022 vor, was einem Rückgang von 4.400 Stellen entspricht.

Es wird keine direkten Entlassungen geben, vielmehr soll bei Pensionierungen in den Bereichen Unternehmens-, Verwaltungs- oder Produktionsunterstützung nur jede zweite bis fünfte Stelle neu besetzt werden. Das betriebliche und rollende Personal wird dagegen durch einen 1:1-Austausch abgesichert. "Das ist ein positiver Punkt, aber vor allem elementar", betont Philippe Lejeune für die Gewerkschaft CGSP-Cheminots.

Der Personalabbau ist auch an Produktivitätssteigerungen genüpft. Nach einer Produktivitätssteigerung von 4% pro Jahr, die den EisenbahnerInnen über vier Jahre (2014, 2015, 2016, 2017) auferlegt wurde, fordert Sophie Dutordoir sie auf, diese Bemühungen über weitere fünf Jahre fortzusetzen. Diese Produktivitätsverbesserungen werden nach dem Plan zum Teil durch die Automatisierung und Digitalisierung bestimmter Funktionen (Büros, etc.) unterstützt.

Die sozialistische Gewerkschaft CGSP-Cheminots ist nach wie vor "besorgt" über das Unternehmen, das vor großen Herausforderungen steht, darunter der Liberalisierung der Eisenbahnen. Für die CGSP-Cheminots wird die SNCB nicht durch den kontinuierlichen Abbau der Arbeitsplätze in die Lage versetzt, sich dieser entscheidenden Phase zu stellen. "Die Sanierung muss auch in den Strukturen des Unternehmens stattfinden."

WKZ, Quelle DHNet, 7sur7

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Letzte Änderung am Donnerstag, 30 November 2017 13:14

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