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Dienstag, 09 Februar 2021 09:30

Dänemark: Neue Anordnung zum Transport von LKW-Anhängern auf Taschenwagen

Am 5. Februar 2021 hat die dänische Behörde für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (Trafik-, Bygge- og Boligstyrelsen, TBST) eine am 08.02.2021 veröffentlichte Anordnung an die Eisenbahngüterverkehrsunternehmen über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und die Vorlage von Unterlagen zum Transport von Lkw-Anhängern auf Taschenwagen erlassen.

Auf der Grundlage eines Vorsorgeprinzips hat die dänische Behörde für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen eingeschätzt, dass eine Anordnung erforderlich ist, die zusätzliche Barrieren aufstellt, damit der Schienengüterverkehr mit Anhängern auf Taschenwagen auf sichere Weise wieder aufgenommen werden kann, bis weitere Informationen diese Anordnung wieder aussetzen können. Die Verfügung ersetzt das bisherige, am 23.01.2023 erlassene Verbot des Transports von Anhängern auf Taschenwagen.

Die neue Anordnung enthält folgende Maßnahmen:

• Bei Transporten auf dänischen Bahnstrecken mit Ausnahme des Großen Belts müssen die Unternehmen nachweisen, dass die Verriegelungsschemel eine ausreichende Befestigung gewährleisten.

• Bei Transporten über die Brücke über den Großen Belt müssen Anhänger auf Taschenwagen ein Mindestgewicht von 8 t auf dem Schemel aufweisen. Darüber hinaus müssen Unternehmen neben der Lage und Befestigung des Königszapfens auch die weitere Befestigung des Anhängers auf dem Schemel dokumentieren können.

• LKW mit dem Schemeltyp MAZ80800 dürfen nicht für den Transport von Anhängern auf Taschenwagen auf Bahnstrecken in Dänemark verwendet werden.

• Fahrten zwischen der dänisch/deutschen Grenze und Padborg sowie zwischen Padborg und dem Kombiterminal in Padborg mit LKW-Anhängern auf Taschenwagen, die mit einem anderen Schemeltyp als MAZ80800 ausgerüstet sind, sind von der Vorschrift ausgenommen. Fahrten auf diesen Abschnitten müssen unter der Voraussetzung erfolgen, dass sie mit maximal 40 km/h durchgeführt werden und der Güterzug keinen entgegenkommenden Zügen begegnet.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Trafik-, Bygge- og Boligstyrelsen

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