Diese Seite drucken
Freitag, 12 Februar 2021 08:50

Dänemark: DSB-Bilanz im Zeichen der Corona-Krise - Neue Züge ab 2023 nach Hamburg

dsb siemensdsb talgo
Fotos Siemens, Talgo.

Die Dänischen Staatsbahnen (DSB) haben am Donnerstag ihre Jahresbilanz 2020 veröffentlicht. Das Zahlenwerk steht ganz im Zeichen des Einbruchs beim Reiseverkehr aufgrund der Corona-Krise. Es wurden im vergangenen Jahr 120,1 Millionen Reisen verkauft, das ist gegenüber 2019 ein Rückgang um 36 Prozent.

„Wir stehen vor der großen Aufgabe, zunächst die Kunden für den öffentlichen Verkehr zurückzugewinnen und anschließend für Wachstum zu sorgen“, sagte der geschäftsführende Direktor der DSB, Flemming Jensen, anlässlich der Vorlage der Bilanz. Diese weist ein Defizit von 104 Mio. DKK (14 Mio. EUR) auf.

Allerdings wurde dies vor allem durch finanzielle Ausgleichszahlungen des Staates in Höhe von 914 Mio. DKK (123 Mio. EUR) erreicht. Im Jahr 2019 schloss die DSB-Bilanz mit einem noch größeren Minus, allerdings hauptsächlich durch hohe Abschreibungen beim rollenden Material des Unternehmens.

Nach Angaben der DSB werde man in den kommenden Monaten daran arbeiten, den Kunden sichere Reisen in den Zügen trotz der Corona-Krise zu bieten. Es wird berichtet, dass die Reisenden insgesamt zufrieden gewesen seien. Dazu habe auch die hohe Pünktlichkeit der Züge beigetragen.

Nachhaltiger Betrieb als Ziel

Zur Zukunft des Unternehmens wurde mitgeteilt, dass man in den kommenden Jahren mehr Nachhaltigkeit im Betrieb anstrebe. Dazu würden mittelfristig weitere Streckenelektrifizierungen und der Einsatz neuer elektrischer Lokomotiven und Triebwagen beitragen. Bereits in den kommenden Monaten würden immer mehr neue elektrische Vectron-Lokomotiven veraltete Dieselloks im Verkehr rund um Kopenhagen ersetzen.

Neue DSB-Züge nach Hamburg

Es wurde angekündigt, dass die neuen, bis zu 200 Stundenkilometer schnellen Lokomotiven des Herstellers Siemens ab Ende 2023 mit den dann zur Verfügung stehenden Reisezügen aus der Produktion des Unternehmens Talgo in den Fernzügen zwischen Kopenhagen und Hamburg eingesetzt werden. Diese fahren bis zur Inbetriebnahme des Fehmarnbelttunnels durch Nordschleswig und Flensburg in die Hansestadt. Neue elektrische Triebwagen sollen ab 2024 im dänischen Inlandsverkehr eingesetzt werden, der allerdings bis 2026 nur elektrische Strecken bis Flensburg, Sonderburg (Sønderborg) und Esbjerg umfasst.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, mit freundlicher Genehmigung des Nordschleswigers

Zurück