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Samstag, 13 Februar 2021 14:00

Großbritannien: Die Eisenbahn kämpft gegen Schnee und Eis

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Fotos Network Rail.

Der heftige Wintereinbruch hat auch England, sonst eher für milde Winter bekannt, viel Schnee und Eis gebracht. Mehrere Tage mit hohen Minusgraden haben dazu geführt, dass sich in Tunneln im Großraum Manchester und an anderen Orten in Nordengland bis zu 1,5 m lange Eiszapfen gebildet haben.

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Network Rail hat einen Spezialzug eingesetzt, um gefährliche bis 1,5 m lange Eiszapfen zu entfernen, die von der Decke eines Tunnels auf der Strecke von Settle nach Carlisle herabhingen. Dadurch bestand eine Gefahr für die Züge samt Personal und Reisenden. Einzelne Eiszapfen konnten sogar nur von Hand beseitigt werden.

Chris Pye, Regionaldirektor von Network Rail für Nordwestengland, erklärte: "Unsere Teams für Extremwettereinsätze bereiten sich stets darauf vor, wenn der Winter zuschlägt, damit wir bereit sind, den Bahnbetrieb für Fahrgäste und Güterzüge sicher und reibungslos aufrechtzuerhalten. Obwohl unsere Mitarbeiter derzeit ihren eigenen Kampf gegen den Winter führen, möchte ich jeden, der unerlässliche Reisen unternimmt, dringend bitten, die aktuellen Fahrpläne und Störungshinweise von National Rail zu überprüfen, bevor er bei dem eisigen Wetter losfährt."

Auf dem gesamten Bahnnetz setzt Network Rail zurzeit spezielle Züge ein, die mit Heißluftgebläsen, Dampfstrahlern, Frostschutzmitteln, Bürsten, Schabern und Schneepflügen neben der Entfernung von Eiszapfen auch die Gleise von Schnee und Eis befreien, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Dazu fahren auch sog. "Geisterzüge" ohne Fracht oder Reisende, vor allem nachts, um die Gleise frei zu halten.

RL, GK; Quellen BBC, Network Rail

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