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Mittwoch, 17 Februar 2021 12:54

Österreich: Schutzmaßnahmen für Wildtiere am Beispiel Pottendorfer Linie

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Fotos ÖBB, Verena Kowarc.

Im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Pottendorfer Linie spielt das Thema „Ökologie“ eine große Rolle. Dabei werden zahlreiche Begleitmaßnahmen für Flora und Fauna gesetzt, die man einerseits oft nicht sofort sieht und andererseits nicht primär mit einem Bahnprojekt assoziiert.

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So wurden im seit 2019 bereits voll ausgebauten Abschnitt Hennersdorf-Münchendorf Querungshilfen und Wildtierdurchlässe errichtet. Nun sind erste Erfolge dieser Anstrengungen zum Schutz von Wildtieren zu verzeichnen.

Monitoring mit Kameras

Ein Monitoring, das per Bescheid aus der Umweltverträglichkeitsprüfung aufgetragen wurde, stellt den baulichen Schutzmaßnahmen ein positives Zeugnis aus. Dieses läuft seit Juli 2020 und dauert insgesamt drei Jahre. Unter anderem arbeiten Ökologen dabei mit Wildtierkameras, welche die Bewegungen dort – auch nachts – dokumentieren.

Die über die Kamera gewonnenen Daten lassen erkennen, dass die Durchlässe von den verschiedenen Tiergruppen gut angenommen werden. Auch die Jägerschaft, mit der hier eine gute Kooperation besteht, ist mit den Maßnahmen zufrieden. Während auf der Straße, an der B16 in Münchendorf, 25 Rehe durch Unfälle mit Kraftfahrzeugen getötet wurden, waren es im selben Vergleichszeitraum an der Pottendorfer Linie zwei Wildtiere.

Querungshilfen & Wildtierdurchlässe

Querungshilfen entstanden bei der Eisenbahnbrücke über den Petersbach in Hennersdorf sowie an der Eisenbahnbrücke über den Mödlingbach in Achau. Die dortigen Eisenbahnbrücken wurden so gestaltet, dass sie für Wildtiere eine natürliche Möglichkeit bieten, die Bahnstrecke zu unterqueren. Die Brückenwiderlager wurden nach außen geschoben und entlang der Gewässerufer beidseits kleine Wanderpfade aus natürlichen Materialien für Wildtiere errichtet. Zusätzlich zu den Querungshilfen entstanden auch zwei Kleintierdurchlässe mit wesentlich geringerer Höhe und Weite (1 mal 1 Meter).

Frequentiert werden die Schutzbauten von Füchsen, Mardern, Feldhasen, Dachsen, Mauswieseln, Eidechsen, Fischottern, Rehwild, und Fasanen.

Pressemeldung ÖBB

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