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Samstag, 02 Dezember 2017 10:31

Frankreich: Transdev-Chef sieht eine Zeitspanne von zehn Jahren zur Mobilitätsanpassung

Transdev-Chef Thierry Mallet äußerte sich in einem Interview mit dem Wrtschaftsblatt Les Echos vorsichtig zu der Entwicklung der Eisenbahn und des öffentlichen Verkehrs in Frankreich. Der Wettbewerb im Schienenverkehr, die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und neuen Formen der Mobilität werden dem öffentlichen Verkehr große Veränderungen bringen, denen sich die Branchenführer Transdev, SNCF und RATP stellen müssen. Laut Thierry Mallet ist diese Entwicklung unerlässlich, ihre Auswirkungen werden aber nicht unmittelbar zur Verbesserung führen.

"Die Regionalbahn in Frankreich kostet doppelt so viel wie in Deutschland", erklärte er. "Die Öffnung für den Wettbewerb wird keine unmittelbaren Einsparungen bringen: Wir werden von der bestehenden Situation ausgehen, insbesondere was die Zahl der Mitarbeiter betrifft, denn wir glauben weder an den Big Bang noch an Sozialdumping und befürworten eine obligatorische Wiederaufnahme des Personals. Aber die Verbesserungen werden schrittweise erfolgen und sollten es uns ermöglichen, in 10 Jahren das Niveau von Deutschland zu erreichen."

Zur Einführung autonomer Fahrzeuge habe man Partnerschaften mit Renault-Nissan und Delphi geschlossen und wolle zusammen mit Lohr ein einhundertprozent elektrisches Auto 2018 auf den Markt bringen. Schließlich wird 2018 in Rouen eine offene Umgebung mit autonomen Fahrzeugen starten. "Es wird immer Menschen an Bord unserer Fahrzeuge geben, aber mit unterschiedlichen Aufgaben, die wir erfinden müssen."

Experimente umfassen z.B. Chronopro, ein Minibus-on-Demand-System, das wenig frequentierte Buslinien im Netz der Metropole Aix-Marseille-Provence ersetzen soll. Die verschiedenen finanziellen Aspekte und Ausbaumöglichkeiten wie zugewiesene Fahrspuren und Parkplätze müssen jedoch von Fall zu Fall vor Ort entschieden werden.

WKz, Quelle Les Echos

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