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Donnerstag, 25 Februar 2021 08:00

Tschechien: Auch in diesem Jahr ein hohes Tempo an Infrastrukturmaßnahmen

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Fotos Správa železnic.

Die tschechische Eisenbahnverwaltung Správa železnic beabsichtigt, auch in diesem Jahr mit dem festgelegten Tempo der Modernisierung und Reparaturen von Strecken, Bahnhöfen und Terminals fortzufahren. Dies wird durch die zugewiesenen Mittel aus dem Staatsfonds für Verkehrsinfrastruktur ermöglicht, die 53 Mrd. CZK (2 Mrd. EUR) erreichen.

Davon sollen 31,2 Mrd. CZK (1,2 Mrd. EUR) in Investitionsprojekte fließen, das sind 1,5 Milliarden mehr als im vergangenen Jahr. Der Betreiber der Eisenbahninfrastruktur kann damit seinen Entwicklungsplan bis 2030 weiter erfüllen.

Der Entwicklungsplan bis 2030 dient der Erfüllung der strategischen Ziele der Bahnverwaltung. Dazu gehören die Entwicklung und Modernisierung der tschechischen Eisenbahnen, zum Beispiel durch die Erhöhung der Geschwindigkeit und Kapazität ausgewählter Strecken oder die Verbesserung der Parameter für den Güterverkehr. Weitere Prioritäten sind die Erhöhung der Verkehrssicherheit auf allen Streckentypen, sei es durch die Einführung moderner Technologien oder eine höhere Sicherheit an Bahnübergängen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Vorbereitung auf den Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken, was eine der Aufgaben im Bereich der Reduzierung der Kohlendioxidemissionen des Verkehrs ist. Um all diese Aufgaben zu erfüllen, müssen in den nächsten zehn Jahren rund 500 Mrd. CZK (19,2 Mrd. EUR) ausgegeben werden.

Die Pläne für 2021 basieren ebenfalls auf der oben erwähnten mittelfristigen Strategie. "Aus der Sicht der Bauten an der Eisenbahnverkehrsinfrastruktur sehen wir dieses Jahr relativ optimistisch. Eine Reihe von großen Investitionsprojekten ist im Gange, und wir werden in naher Zukunft Ausschreibungen für weitere wichtige Bauten bekannt geben, die sich derzeit in der Endphase der Projektvorbereitung befinden", sagte Jiří Svoboda, Generaldirektor von Správa železnic.

Ausgewählte Bauten mit der Annahme der Inbetriebnahme im Jahr 2021:

• Elektrifizierung und Kapazitätserweiterung der Strecke Uničov (einschließlich) - Olomouc
• Praha hl. n. - Praha-Hostivař
• Optimierung der Strecke Beroun (inkl.) - Králův Dvůr
• Modernisierung und Elektrifizierung der Strecke Šakvice - Hustopeče u Brna
• Rekonstruktion des Bahnhofs Sklené n. Oslava
• Gleisumbauten im Bahnhof Žďár nad Sázavou

Insgesamt werden in diesem Jahr 97 km Gleise modernisiert.

Gleichzeitig beabsichtigt die Eisenbahnverwaltung, eine Reihe von Investitionsprojekten, die mit der Modernisierung von Strecken und Bahnhöfen verbunden sind, in Auftrag zu geben oder direkt zu starten. Zu den wichtigsten gehören:

• Erhöhung der Kapazität der Strecke Týniště n. O. - Častolovice - Solnice
• Brno-Maloměřice St. 6 - Adamov, BC
• Adamov - Blansko, BC
• Ústí n. O. - Brandýs n. O. - ursprüngliche Trasse, BC
• Modernisierung von zwei Abschnitten auf der Strecke Prag - Kladno, und zwar: Kladno - Kladno-Ostrovec und Praha-Bubny - Praha-Výstaviště
• Rekonstruktion der Bahnstation Praha-Smíchov
• ETCS Mosty u Jablunkova - Detmarovice
• Rekonstruktion des Bahnhofs Vsetín
• Bereich der HZS Nymburk

In diesem Jahr plant die Bahnverwaltung auch die Modernisierung von 200 Bahnübergängen für fast 2 Mrd. CZK (77 Mio. EUR), von denen ein großer Teil die Sicherheit erhöhen wird.

Die größte Korrekturmaßnahme in diesem Jahr werden die Arbeiten an der Strecke Rumburk - Velký Šenov für 334 Mio. CZK (13 Mio. EUR) sein. Ihre Fertigstellung wird die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung für moderne Fahrzeuge und die entsprechende Verkürzung der Fahrzeiten ermöglichen. Bedeutend sind auch die Reparaturen zwischen den Bahnhöfen Kryry und Vroutek in der Region Louny (190 Mio. CZK, 7.3 Mio. EUR) oder im zweigleisigen Abschnitt Bystřička - Jablůnka in der Region Vsetín für 173 Mio. CZK (6,7 Mio. EUR). Auch die umfangreiche Reparatur der Strecke Horažďovice - Žichovice wird fortgesetzt.

Die Eisenbahnverwaltung wird auch weiterhin Maßnahmen gemäß dem genehmigten Konzept zur Verbesserung der Sicherheit auf Strecken mit vereinfachtem Bahnverkehrsmanagement umsetzen. In diesem Jahr plant sie, folgende Strecken bzw. Streckenabschnitte zu modifizieren:

• Studenec - Velké Meziříčí
• Havlickuv Brod - Humpolec
• Chrudim - Borohrádek
• Studénka - Bílovec
• Březnice - Blatná
• Nepomuk - Blatná
• Zadní Třebaň - Liteň

Eine Reihe von Bahnhofsgebäuden wird eine bedeutende Umwandlung erfahren. Am Prager Hauptbahnhof wird in diesem Jahr die Rekonstruktion der Fassade des Fanta-Gebäudes (Fantova budova Hlavního nádraží, Architekt Josef Fanta) abgeschlossen, gefolgt von der ersten Etappe der Arbeiten im Inneren des historischen Gebäudes. Nach der Fertigstellung des Projekts werden auch die eigentlichen Bauarbeiten am großen Bahnhofsgebäude in Pardubice beginnen. Es werden auch Rekonstruktionen anderer Gebäude stattfinden, z.B. in Tábor, am Bahnhof Opava West und in Plzeň am Hauptbahnhof und in den südlichen Vorstädten. Die Rekonstruktionen der Bahnhofsgebäude in Beroun und České Budějovice werden fortgesetzt. Ein architektonisch interessantes Gebäude in Havířov wird fertiggestellt.

Auch der Übergang zur Fernsteuerung des Verkehrs wird fortgesetzt. Im Jahr 2021 wird der Streckenabschnitt Praha-Uhříněves - Praha-Hostivař auf die Steuerung von der Zentralen Dispositionsstelle (CDP) Prag umgestellt. Die Gesamtlänge der vom CDP Prag gesteuerten Strecken erhöht sich damit in diesem Jahr auf 522 km, und der Verkehr auf weiteren 550 km Strecken wird vom CDP Přerov gesteuert.

Im Rahmen des Projekts Einführung des Vorspann- und Schiebedienstes wird im CDP Přerov ein Dispatcherarbeitsplatz für die Gewährung dieser Dienstleistung durch die Eisenbahnverwaltung an die Güterbahnen eingerichtet, und zwar auf dem Streckenabschnitt Brno-Maloměřice - Kutná Hora hl. n.

WKZ, Quelle Správa železnic

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