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Montag, 08 März 2021 19:59

Spanien/Tschechien: Renfe will 50% des tschechischen Unternehmens Leo Express übernehmen

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Fotos Renfe, Martin Kubík.

Renfe wird einen weiteren Sprung ins Ausland wagen, dieses Mal durch eine bedeutende Beteiligung an dem tschechischen Betreiber Leo Express. Das spanische Staatsunternehmen, das bisher auf organisches Wachstum gesetzt hatte, hat sich bereit erklärt, einen ersten Anteil von 50 Prozent an der von der Familie Novotný gegründeten und geführten Firma zu erwerben, hieß es Montag Nachmittag (08.03.2021) aus einer Vorstandssitzung.

Die Untersuchung dieser Akquisition liegt mehrere Monate zurück, berichtet das Wirtschaftsblatt Cinco Días. Im Dezember hat Renfe die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC beauftragt, um die Möglichkeiten für anorganisches Wachstum im Ausland zu analysieren. Für Leo Express wurde u.a. eine Due-Diligence-Untersuchung durchgeführt.

Die Übernahme von Leo Express wurde schon länger ins Auge gefasst. Das Unternehmen, das die Tochtergesellschaft von Renfe in Osteuropa werden wird, hatte schon seit einiger Zeit die Möglichkeit in Betracht gezogen, einen strategischen Partner zu integrieren. Das spanische Interesse liegt in der Präsenz in der Tschechischen Republik, der Slowakei und Polen.

Renfe wiederum ist in Saudi-Arabien mit dem ersten Hochgeschwindigkeitszug in der Wüste präsent; sie überquert in Allianz mit der SNCF die französische Grenze und strebt den Betrieb von Pendlerlinien im Nachbarland an; sie ist an der Planung für den Tren Maya in Mexiko beteiligt und wird die private Hochgeschwindigkeitsstrecke Texas Central (USA) betreiben. In Osteuropa beteiligt sie sich am Wettbewerb für den Vorbetrieb des Projekts Rail Baltica.

Dutrch die Internationalisierung erwartet das Unternehmen, dass 20 % seines Umsatzes bis 2028 aus dem Ausland kommen werden.

WKZ, Quelle Cinco Días

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Letzte Änderung am Dienstag, 09 März 2021 11:45

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